Opium fürs Volk

Natürliche Drogen in unserem Essen

Monika Niehaus Andrea Fock Jutta Muth Udo Pollmer

Ohne Zucker - leicht gemacht Natürlich gesund essen Lebensmittel

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Beschreibung zu „Opium fürs Volk“

Tomatensoße als Rauschmittel? Amphetamine im Lebkuchen? Hopfen mit Morphinwirkung? – So manches, was wir essen und trinken, enthält psychotrope Stoffe, natürliche chemische Drogen, oder setzt sie in uns frei. Das Wissen darum ist seit jeher die Grundlage der Kochkunst – aber in größerem Rahmen erforscht wurde es noch nie.
Psychotrope Alkaloide und Amine sind in der Pflanzenwelt recht verbreitet. Zahlreiche Lebensmittel enthalten daher solche Stoffe, natürliche Drogen. Inzwischen interessiert sich auch die Lebensmittelforschung für die chemischen Prozesse, die bei der Zubereitung oder beim Stoffwechsel solcher Lebensmittel ablaufen. Denn der Appetit des Menschen wird wesentlich davon beeinflusst. Spezifische Rezepturen und aufwendige Verfahren dienen häufig dazu, opiatwirksame Stoffe zu erzeugen – egal, ob es sich um Lebkuchen oder eine italienische Tomatensoße handelt, um Pilzgerichte oder Wurstwaren, um Fruchtsäfte oder Cola. Und oft kommt es auf die richtigen Gewürze an. In vielen Kulturen gelten Rauschmittel als normale Nahrung, und noch der Bayer spricht von flüssigem Brot, wenn er sein Bier meint. Denn Bier enthält Hopfen. Und das darin enthaltene «Hopein» wirkt ähnlich wie ein Morphin.
Dieses Buch gibt einen umfassenden Überblick über die zahlreichen stimmungsbeeinflussenden und vor allem stimmungshebenden Stoffe in unserer täglichen Nahrung.

Verlag:

Rowohlt E-Book

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 148

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


1 Kommentar zu „Opium fürs Volk“

– 15.03.2016
Unfassbar jovialer Stil zwischen Stichpunktliste und Synonymwörterbuch mit bedeutenden Verkürzungen des Denkhorizonts auf jeder einzelnen Seite macht das Buch schwer erträglich. Die Schablonenhafte Sprache verursacht diese Verwirrungen der visuellen Gedankenwelt - wissenschaftliches Küchenlatein. Auch hapert es mitunter an zeitgemäßer Aufarbeitung sachlicher Informationen; beispielsweise werden Pilze als energiearme Lebensmittel für Hungerzeiten bezeichnet. Das mag historisch zutreffen, heute allerdings hat sich der eine oder andere Genießer auch schon ganz bewusst für ein kalorienärmeres Lebensmittel entschieden. Zusammengoogeln von hochtrabenden Informationen ist das Eine - und hier zugegeben auch gut gelungen - befreit aber auch das Autorenteam nicht von der Verpflichtung zum Mit- und Weiterdenken. Dennoch vier Sterne wegen der hohen (fehl-?) Informationsdichte.

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