Aus der Bahn, Kartoffelschmarrn!

Wenn der Schnee in kleinen Flocken langsam auf die Erde schwebt, versprüht das einen Hauch von Magie. Schnee ist ruhig. Bedächtig. Anmutig. Sanft. Und ehe man sich versieht, bedeckt dieser weiße Puderzucker jeden Baumwipfel und jeden Grashalm. Die Geräusche erscheinen einem weniger laut, alles gedämpft und wie in Watte gepackt. Das Leben wird ruhig, nimmt sich Zeit und dazu sieht die Welt um einen herum aus wie in einem zauberhaften, schneeweißen Wunderland.
Dick eingepackt in Unmengen an Unterhemden und Pullis, bewaffnet mit Omas gestricktem dicken Schal und der dazu passenden Mütze habe ich mir als Kind gemeinsam mit meinem Bruder einen Weg durch dieses winterliche Wunder gebahnt: Schneeengel machen, ein Iglu bauen, mit dem Schlitten vom größten Hügel im Dorf herunterfahren oder auf verschneite Bäume klettern. Aber die größten Abenteuer vermutete ich nach dem düsteren Märchen Die Schneekönigin und spätestens nach den "Chroniken von Narnia", in denen wegen der Weißen Hexe seit Jahren Winter herrscht, in den Tiefen des Waldes. Genau wie die Geschwister Peter, Susan, Edmund und Lucy hoffte ich, mich eines Tages in Narnia wiederzufinden, um gemeinsam mit dem Löwen Aslan gegen die Weiße Hexe zu kämpfen.
Damals konnte ich gerade so nach der Hand meines Opas greifen, wenn ich mich auf die Zehenspitzen gestellt habe. Inzwischen kann ich ganz gut alleine durch den Schnee stapfen, doch die Faszination ist dieselbe geblieben. Vielleicht erklärt das Jahre später auch meine absolute Abhängigkeit von "Game of Thrones", in dem der Winter und der Kampf gegen den Nachtkönig und die weißen Wanderer bevorsteht?

Eure Sophie

** Sophie ist Bloggerin (http://cestlamour.de/) und schreibt für uns als freie Redakteurin **

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