Wen wir vermissen

Der Umgang mit dem Thema Tod fällt schwer in der heutigen Gesellschaft. So verwundert es nicht, dass nur für wenige andere Begriffe derart viele Synonyme und mildernde Bezeichnungen existieren: Dahinscheiden, entschlafen, von uns gehen, vor seinen Schöpfer treten sind nur wenige davon.

Grund hierfür ist wohl unser ambivalentes Verhältnis zum Tod, den wir zu gleichen Teilen bejahen und verneinen. Auf der einen Seite wird uns schon in jungen Jahren vermittelt, dass wir alle sterben müssen. Dass der Tod zum Leben dazugehört und diese Tatsache unwiderruflich ist. Andererseits verneint unsere Kultur die Endgültigkeit des Todes, indem sie Konzepte des körperlichen oder geisterhaften Weiterlebens, der Wiedergeburt, des Ewigen Lebens und entsprechende Bräuche und Rituale entwickelt hat.

Ich weiß noch, wie ich damals als Kind auf meiner ersten Beerdigung war. Ich verstand die ganze Aufregung und Traurigkeit um mich herum gar nicht. Verwirrt lief ich zu meiner Mutter und sagte: “Wieso freuen sich die anderen nicht? Ich freue mich nämlich. Ihm ging es ganz schlecht und er war traurig und uralt. Jetzt geht es ihm bestimmt besser!”

Egal, welchen Weg wir im Umgang mit dem Tod wählen: Er ist und bleibt Teil unseres Lebens. Vor allem an Tagen wie Weihnachten und Neujahr wird das Vermissen sehr groß, sind es doch Feste, die man im Kreise seiner Liebsten verbringen möchte. Wir dürfen das! Wir dürfen traurig sein um die Menschen, die unsere Welt besser gemacht haben.

Letztes Jahr sind auch einige wundervolle Autoren und Autorinnen von uns gegangen. Diese Themenwelt möchten wir ihnen widmen und uns an die Bücher erinnern, die sie geschrieben haben.

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