Im Namen Gottes

Religion und Gewalt

Karen Armstrong

Christentum Islam Judentum Verbrechen & Kriminologie

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Beschreibung zu „Im Namen Gottes“

In ihrem neuen Buch "Im Namen Gottes" nimmt die Autorin erstmals die Geschichte und Gegenwart von Judentum, Christentum und Islam in Bezug auf religiöse Gewalt in den Blick. Karen Armstrong geht den Ursachen dieser Gewalt auf den Grund. Das Ergebnis ihrer Untersuchung: Jahrtausendelang waren Politik und Religion ineinander verwoben. Die Trennung von Politik und Religion in der Neuzeit konnte die Gewalt nicht eindämmen. Mit ihrer Analyse schafft Karen Armstrong die Grundlagen für das Verständnis der aktuellen internationalen Konflikte, die von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Interessen beherrscht sind.
»Geistreich, informativ und nachdenklich: Karen Armstrong versteht es, komplexe Zusammenhänge einfach darzustellen, aber sie vereinfacht nicht.« New York Times Book Review

Verlag:

Pattloch eBook

Veröffentlicht:

2014

Druckseiten:

ca. 576

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


1 Kommentar zu „Im Namen Gottes“

Michael Speiser – 30.12.2018
Unstrittig hat dir Autorin umfassend recherchiert und glänzt mit viel Wissen. Mir scheint jedoch, dass sie sich diese Mühe nur im eigenen Interesse gemacht hat. Nämlich den "Beweis" zu liefern, dass es ohne Religion nicht besser ist und die Trennung von Kirche und Staat eher zum Schlechteren führt. Gewalt, so die Erkenntnis der Autorin, ist unvermeidbarer Bestandteil der menschlichen Natur und ebenso unvermeidbares Mittel des Staates, um seine Ziele zu erreichen. Religion habe hier gar so manche Gewalt vermieden oder gemindert, bzw. hätte dies tun können. Dem latent vorhandenen Potential an Gewalt in der menschlichen Natur möchte ich nicht widersprechen. Den Versuch der Autorin, zahlreiche der geschehenen Greueltaten zu "relativieren", finde ich jedoch sehr zynisch. Klar bleibt, dass die Religion letztlich an nahezu jeder Kriegshandlung, an Unterdrückung, an Ausgrenzung und Ausrottung beteiligt war und ist. Da gibt es keinen Spielraum für jedwedes "Ja, aber...". Völlig außen vor bleibt die Tatsache, dass die Religion, hier vor allem die christliche, über Jahrhunderte jeglichen medizinischen, technischen und gesellschaftlichen Fortschritt zerstört und verhindert hat. Kannten jüdische Mediziner bereits die Chirurgie, Operationen am menschlichen Schädel oder einfach nur die Geburt mittels Kaiserschnitt, verdammte das Christentum unzählige Menschen zum Siechtum, zur Qual und zum Tod, nannte sämtliche Krankheiten Strafen Gottes und flöste den Menschen ein, gottgefälliger, genauer "kirchengefälliger" leben zu müssen. Wie viele Menschen starben in Folge dieser Unterdrückung? Wie lange mussten und müssen noch heute Frauen unter dem Joch patriachaler Religion leiden? Äußere ich heute, bei der letzten Bundestagswahl die AfD gewählt zu haben, finde ich mich sofort im rechten Lager. Zweifle ich die Flüchtlingspolitik und deren Infomationen an, bin ich gar ein Nazi. Was bin ich dann, wenn ich mich der Zugehörigkeit zum Christentum bekenne? Einer "Institution" die, wenn nicht selbst beteiligt, so doch den Grundstock für Jahrhunderte der Gewalt gegen Andersdenkende und Ungläubige geliefert hat. Wer hat denn den Juden das Märchen des Christusmörders angehängt? Wie viele seelig und heilig gepriesene, nachweisliche Judenverfolger und - vernichter, Ausrotter anderer Kulturen, Folterer und Mörder Andersgläubiger, Hexen und Frauen finden sich im Schoß der christlichen Kirche? Hätte Hitler seinen Plan umsetzen können, wäre vermutlich auch er für seine Heldentaten gegen die Christusmörder heilig gesprochen worden... Und das Alles vor dem Hintergrund, dass gerade die drei größten Religionen auf der Grundlage von Märchen und Lügen aufgebaut sind. Denn was die Autorin an vielen Stellen für gegeben hinnimmt, ist faktisch so gar nie passiert oder wird unter führenden Wissenschaften zumindest in Frage gestellt. Die Geschichte Jesu ist jedenfalls mehrfach wiederholt worden und älter als Jesus selbst, bei dem noch nicht einmal dessen Existenz bewiesen ist... Wir leben in einer Welt, in der es keine noch so blödsinnige und/oder grausame Idee gibt, die keine Anhänger finden würde. Sollte es im Grunde doch immer nur eine Wahrheit geben, ein richtig oder falsch, gibt es für Alles unzählige Wahrheiten. Am Ende mündet alles in einer Glaubensfrage. Wem oder was glaube ich also? Wem oder was kann man überhaupt noch glauben? Gibt es den Uneigennützigen, der nur für Gerechtigkeit und Wahrheit einsteht? Oder ist Eigennutz ebenso ein natürlicher Bestandteil des Menschen, wie die Gewalt?

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