Die Christenverfolgungen von Nero bis Gallienus im Vergleich (54-268 n. Chr.)

Vor- und Frühgeschichte

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Buchbeschreibung zu „Die Christenverfolgungen von Nero bis Gallienus im Vergleich (54-268 n. Chr.)“

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,6, Ludwig-Maximilians-Universität München (Historisches Seminar), Veranstaltung: Konstantin, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Verfolgungen der Christen in den ersten Jahrhunderten, nachdem Jesus das Christentum unabsichtlich gegründet hatte, müssen eine völlig andere Bewertung erfahren, als die Verfolgungen anderer Gruppen, wie beispielsweise der Juden in Mittelalter und Neuzeit oder heute der christlichen Minderheiten in der Türkei, Ägypten oder Nordnigeria. Von weiteren Unterschieden abgesehen, ist das Motiv für die Verfolgungen ganz besonders ausschlaggebend.

So muss bei der Erforschung der Judenverfolgungen schon zwischen Antijudaismus und Antisemitismus unterschieden werden: Ersteres war im Mittelalter vorherrschend und ist nur die Abneigung gegen den jüdischen Glauben an sich. Somit konnten die Juden durch Konvertierung zum christlichen Glauben der Verfolgung sehr einfach entgehen. Der Antisemitismus hingegen stellte für das Judentum eine weitaus größere Gefahr dar, da er „den Juden“ als einen Menschen einer bestimmten angeborenen Rasse sah, die nicht veränderbar war. Hier erscheint das Judentum als ein verschworenes und homogenes Kollektiv, dem man sich folglich nur als Ganzes erwehren kann. Und das kann nur durch die Tötung geschehen. Auch in vielen muslimischen Ländern werden heute noch Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt, der als „falsch“ angesehen wird. Die oft radikal-islamischen Verfolger setzen auch mit Gewalt das Abschwören von diesem Glauben durch, weil sie der festen Überzeugung sind, einzig und allein ihr Gott sei der Wahre.

Im römischen Kaiserreich in den ersten Jahrhunderten nach Christus war das anders. Das Reich wurde immer größer und erreichte mit Kaiser Trajan im Jahr 106 bis ins Jahr 271 seine größte Ausdehnung und reichte somit von Spanien bis nach Rumänien und von Schottland bis Nordafrika. Es vereinte so viele verschiedene Völker mit den verschiedensten Glaubensrichtungen und Kulten, dass es den Römern gar nicht möglich war, alle zu bekämpfen und dem römischen Kult zu unterwerfen. Somit agierten sie auch hinsichtlich der neuen Bewegung der Christen zunächst aus pragmatischen Gründen tolerant. Zudem war allgemein das Gründen von Organisationen, Gemeinschaften und Verbänden ohne politischen Hintergrund erlaubt. Somit ließen sie einerseits das Christentum sich frei entwickeln, andererseits achteten sie darauf, dass keinerlei Unruhen ausbrachen.

Verlag:

GRIN Verlag

Veröffentlicht:

2016

Druckseiten:

ca. 21


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