Tschernobyl Baby

Wie wir lernten, das Atom zu lieben.

Merle Hilbk

Politik & Gesellschaft

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Beschreibung zu „Tschernobyl Baby“

Merle Hilbks faszinierende Reportage über ihre Reisen durch die Tschernobyl-Region und ihre Begegnung mit der jungen Mascha, die dort im Jahr der Katastrophe geboren wurde und erst jetzt begreift, woher sie kommt.

Ein Vierteljahrhundert ist sie her, die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, und noch immer ist hierzulande die Angst vor der atomaren Verstrahlung präsent - viel präsenter als in den Dörfern in der Sperrzone, die Merle Hilbk besucht. 1986 war für sie das Jahr, das sie zu einem politischen Menschen machte, und seitdem will sie wissen, was es mit dem Mysterium Tschernobyl auf sich hat.

2009 und 2010 reist sie mehrere Monate durch die verstrahlten Gebiete in Weißrussland und der Ukraine, bis hin zum Reaktor, spricht mit Frauen in kleinen Dörfern, deren Männer zu müde und zu kraftlos sind, um zu arbeiten - Folgen der Verstrahlung. Sie fährt durch die Sperrzone, die der weißrussische Präsident wieder besiedeln will, um die Vergreisung der Bevölkerung zu stoppen. Und sie wird dort von Tadschiken zum Schaschlyki eingeladen, die froh sind, dass sie wieder ein Dach überm Kopf haben - auch wenn es in der Sperrzone liegt.

Immer mit dabei ist Mascha, ihre 1986 in der Nähe von Tschernobyl geborene weißrussische Freundin. Sie gehört zur Generation der Tschernobyl-Babys, die in den 90er Jahren zu Erholungsaufenthalten in deutschen Gastfamilien waren und die ihren ganz eigenen Blick auf die große Katastrophe haben ...

Verlag:

Eichborn

Veröffentlicht:

2016

Druckseiten:

ca. 208

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


2 Kommentare zu „Tschernobyl Baby“

buecherloewe – 19.04.2017
Definitiv kein Buch zur Unterhaltung... Ich habe den Unfall damals wohl mitbekommen, ich dürfte ca 15 Jahre gewesen sein, aber ich muss sagen dass ich das alles leider irgendwie verdrängt habe. Mein Schwiegervater starb letztes Jahr an Krebs, er wohnte in Thüringen, die Wolke ist sicher über uns alle gezogen....die Lebensmittel??? Man kommt schon ganz schön ins Nachdenken...

ksaaf – 11.03.2017
Den ersten Teil fand ich noch recht unterhaltsam und aufschlussreich. Nach hinten gab es einige Wiederholungen. Schade auch, dass das Mädchen aus Belarus in meinen Augen naiv und unehrlich dargestellt wurde.

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