Pembroke Wrath - Gestern in einem Jahr (1/2)


  Serie (Teil 1)

Dunja Kasem

Hörbuch New Adult New Adult

1 Bewertung
3.0

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Beschreibung zu „Pembroke Wrath - Gestern in einem Jahr (1/2)“

Über Dunja Kasem

Dunja Kasem wurde 1992 in Bonn geboren und studierte Modedesign, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Gemeinsam mit ihrem Partner lebt sie in Nordrhein-Westfalen und liebt lange Waldspaziergänge, Tee und Tage, an denen sie sich komplett in der Welt ihrer Geschichten verlieren kann. Sie schreibt gerne über die ganz großen Gefühle, über Herzschmerz und über den Mut zu Veränderungen.

Gelesen von

Frank Eichelbaum Valerie Mischke

Verlag:

Litur Verlag

Veröffentlicht:

2025

Länge:

9 Std. 53 Min.

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

Audiobook

Barrierefreiheitsinformationen

Keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

1 Kommentar zu „Pembroke Wrath - Gestern in einem Jahr (1/2)“

Meine Meinung Ich habe "Gestern in einem Jahr" als Hörbuch gehört und grundsätzlich hat mich die Geschichte gut unterhalten. Besonders die Ausgangssituation mochte ich. Darcy beginnt diese Beziehung nicht mit romantischen Absichten, sondern mit einem ziemlich klaren Racheplan. Gleichzeitig verbindet Rafe eine Vergangenheit mit ihrem Bruder, und genau dadurch hängt über ihrer Annäherung ständig etwas Ungelöstes. Darcy fand ich als Hauptfigur interessant, weil ihre Loyalität gegenüber Rex gleichzeitig eine ihrer größten Stärken und ihre größte Schwäche ist. Sie will glauben, dass ihr Bruder unschuldig ist. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto stärker gerät dieses Bild allerdings ins Wanken. Mir hat gefallen, dass dadurch nicht nur die Romanze im Mittelpunkt steht, sondern auch die Frage, wie gut wir Menschen eigentlich kennen, die uns besonders nahestehen. Auch die Entwicklung zwischen Darcy und Rafe hat für mich funktioniert. Gerade das Zusammenspiel aus Haters to Lovers, Brother’s Best Friend und Revenge gibt der Geschichte ordentlich Spannung. Rafe ist eben nicht irgendein Mann, den Darcy eigentlich hassen sollte. Er gehört unmittelbar zu der Vergangenheit, wegen der sie überhaupt so voller Wut ist. Was mir allerdings beim Hörbuch wirklich auf die Nerven gegangen ist, sind die Chats. Wenn Darcy und Rafe miteinander schreiben, wird immer wieder erst der Name vorgelesen und anschließend die jeweilige Nachricht. Dann wieder der andere Name, die Antwort, wieder der Name, die nächste Nachricht. Auf einer gedruckten Buchseite kann ich verstehen, warum das funktioniert. Ich sehe auf einen Blick, wer gerade schreibt, und die Namen gehören einfach zum Layout des Chats. Beim Hören fand ich es irgendwann fürchterlich nervig. Gerade bei längeren Chatverläufen entsteht dadurch für mich kein natürliches Gespräch mehr. Stattdessen höre ich ständig dieses Schema aus Name, Nachricht, Name, Nachricht. Und ausgerechnet bei einem Roman, bei dem Chat-Love ausdrücklich zu den zentralen Tropes gehört, fallen solche Passagen natürlich entsprechend ins Gewicht. Hier hätte ich mir für die Hörbuchfassung unbedingt eine Anpassung gewünscht. Mit zwei Sprechern hätte man die Nachrichten akustisch schließlich auch anders voneinander unterscheiden können. Valerie Mischke und Frank Eichelbaum selbst mochte ich dagegen. Für mich liegt das Problem deshalb weniger bei den Stimmen als bei der Umsetzung des geschriebenen Chatformats ins Hörbuch. Das sind zwei verschiedene Medien, und manchmal funktioniert eine buchstabengetreue Übertragung eben nicht besonders elegant. Die Geschichte selbst hat mich trotzdem neugierig gehalten. Besonders die zunehmenden Zweifel an der Vergangenheit und die Frage, was tatsächlich mit Rex passiert ist, geben dem Roman neben der Liebesgeschichte genügend Spannung. Und da Gestern in einem Jahr ausdrücklich nur die erste Hälfte der Geschichte erzählt, bleiben am Ende natürlich Dinge offen. Band zwei, Morgen vor einem Jahr, führt Darcys und Rafes Geschichte weiter und schließt die Dilogie ab. Fazit Pembroke Wrath – Gestern in einem Jahr hat für mich eine spannende Grundkonstellation aus Rache, Familienloyalität und verbotenen Gefühlen. Besonders die Frage, ob Darcy ihrem Bruder oder zunehmend ihren eigenen Beobachtungen vertrauen soll, hat mich bei der Geschichte gehalten. Als Hörbuch verschenkt die Umsetzung für mich allerdings Punkte. Dass bei den Chats ständig die Namen mitgesprochen werden, mag auf Papier vollkommen selbstverständlich sein, akustisch hat es mich irgendwann wahnsinnig gemacht. Gerade weil die Chats hier keine kleine Spielerei sind, sondern ein wichtiges Element der Beziehung, fällt das entsprechend stark auf. Trotzdem möchte ich wissen, wie Darcys und Rafes Geschichte weitergeht. Dafür hat Band eins seinen Job definitiv erledigt.

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