Sie ist eine bemerkenswerte, eine wirklich erstaunliche Frau, und sie steht mit beiden Beinen mitten im Leben. Die Kinderärztin Dr. Martens ist eine großartige Ärztin aus Berufung, sie hat ein Herz fü
Sie ist eine bemerkenswerte, eine wirklich erstaunliche Frau, und sie steht mit beiden Beinen mitten im Leben. Die Kinderärztin Dr. Martens ist eine groĂźartige Ă„rztin aus Berufung, sie hat ein Herz fĂĽr ihre kleinen Patienten, und mit ihrem besonderen psychologischen FeingefĂĽhl geht sie auf deren Sorgen und WĂĽnsche ein. Alle Kinder, die sie kennen, lieben sie und vertrauen ihr. Denn Dr. Hanna Martens ist die beste Freundin ihrer kleinen Patienten. Der Kinderklinik, die sie leitet, hat sie zu einem ausgezeichneten Ansehen verholfen. Es gibt immer eine Menge Arbeit fĂĽr sie, denn die lieben Kleinen mit ihrem oft groĂźen Kummer wollen versorgt und umsorgt sein. FĂĽr diese Aufgabe gibt es keine bessere Ă„rztin als Dr. Hanna Martens!Kinderärztin Dr. Martens ist eine weibliche Identifikationsfigur von Format. Sie ist ein einzigartiger, ein unbestechlicher Charakter – und sie verfĂĽgt ĂĽber einen extrem liebenswerten Charme. Alle Leserinnen von Arztromanen und Familienromanen sind begeistert!»Mami, der Briefträger kommt!« Natalie, liebevoll Nana genannt von ihrer Mutter, preĂźte ihre Stupsnase an die Fensterscheibe. Sie wuĂźte, daĂź die Mutter auf einen Brief wartete. »Danke, Nana, ich laufe schnell hinunter, vielleicht habe ich ja heute Post.« Stefanie Walter nahm den BriefkastenschlĂĽssel vom Haken neben der TĂĽr und ging in den Hausflur hinaus. Sie hatte vor einer Woche mehrere Stellenbewerbungen als HotelsekreÂtärin abgesandt und wartete nun auf Antwort. Seit sie vor zwei Jahren durch den Unfalltod ihres Mannes Andreas plötzlich Witwe geworden war, hatte sich ihr Leben dramatisch verändert. Er hatte eine Lebensversicherung gehabt, so daĂź sie zuerst wenigstens keine existenzielle Not litten. Es war schwer genug gewesen, mit dem Schicksalsschlag fertig zu werden. Nana war gerade drei Jahre alt gewesen. Jetzt ging die Kleine in den Kindergarten, das Geld wĂĽrde nicht ewig reichen, es wurde Zeit, sich wieder eine Zukunft zu schaffen. Stefanie war vor ihrer Heirat und bis zu Natalies Geburt Hotelsekretärin gewesen, in diesem Beruf wollte sie wieder arbeiten, wenn irgend möglich. Es war interessant und abwechslungsreich. Aber niemand schien sie beschäftigen zu können. Entweder bildete Nanas Existenz ein Hindernis fĂĽr die Hotelmanager – sie befĂĽrchteten wohl, Stefanie könnte zu oft fehlen –, oder ihre längere Hausfrauentätigkeit wirkte sich negativ aus. Stefanie hatte bereits fĂĽnf Absagen bekommen in den letzten Wochen, seit sie sich um Arbeit bemĂĽhte. Sie lief die Treppe hinunter. Der Briefträger stand noch unten im Haus und verteilte die Post. »Guten Morgen, Frau Walter! Tut mir leid, nichts fĂĽr Sie dabei.«