Das Buch beschreibt besondere Momente und Erlebnisse einer Exkursion an den tiefsten See der Erde, auf die höchsten Berge der Region und in die sich südlich anschließenden Steppen Burjatiens. Es w
Das Buch beschreibt besondere Momente und Erlebnisse einer Exkursion an den tiefsten See der Erde, auf die höchsten Berge der Region und in die sich südlich anschließenden Steppen Burjatiens. Es war wohl die letzte unbeschwerte Exkursion in diese Gegend Sibiriens, die ohne größere Probleme und ohne politische Spannungen für deutsche Touristen möglich war. Ein Jahr darauf lähmte und spaltete ein Virus die Gesellschaft, wiederum zwei Jahre später entsetzte und beschäftigte der Einmarsch russischer Truppen in das Bürgerkriegsgebiet der Ostukraine die Menschen in West-Europa und machte Reisen nach Russland nahezu unmöglich. Viel schlimmer noch, die Entscheidung der russischen Führung, nach langem Zögern und vergeblichen diplomatischen Bemühungen den Bürgerkrieg vor der eigenen Haustür gewaltsam zu beenden, eine Entscheidung, die für andere Großmächte selbstverständlich wäre, löste eine neue Welle der Russophobie und sogar des Antislawismus in Deutschland aus und ließ die kulturellen, technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften Russlands und seiner Völker nahezu in Vergessenheit geraten. Das Tagebuch erzählt von Begegnungen mit Menschen Burjatiens und Russlands, ihrer Kultur, Bauten und Religion, sowie von der Geographie und Tierwelt der Baikal-Region und gibt gedankliche Auseinandersetzungen mit den Entdeckungen in einer Zeit, in der man sich mit Politik noch gar nicht so intensiv beschäftigen musste und auf solch einer Abenteuerreise auch gar nicht wollte. Ein Camping-Urlaub hat, neben den kulturellen, gesellschaftlichen und technischen Entdeckungen, stets ganz spezielle Momente und Grenzerfahrungen mit den Gegebenheiten vor Ort. Diese sind daher zum Teil humorvoll wiedergegeben, getreu dem Motto: "Lachen öffnet die Köpfe".