Wenn das Gestern das Heute bestimmt Aus der Großstadt in einen kleinen Küstenort ziehen? Nicht gerade das, was man sich als 13-Jährige selbst aussuchen würde. Aber der Vater will nun mal in d
Wenn das Gestern das Heute bestimmt Aus der Großstadt in einen kleinen Küstenort ziehen? Nicht gerade das, was man sich als 13-Jährige selbst aussuchen würde. Aber der Vater will nun mal in der Nähe seiner Mutter Jette sein. Diese hat nämlich gelegentliche "Nebeltage", in denen sie die Gegenwart mit der Vergangenheit verwechselt. Blöd nur, dass nun Lea auf ihre Oma aufpassen muss, und das obwohl sie mit dem Umzug, den neuen, teils seltsamen, KlassenkollegInnen und mit dem Großwerden eigentlich genug zu tun hat. Gleichzeitig vermisst Lea ihre alten Freundinnen und Freunde und vor allem die Schwimmgruppe. Nur allmählich freundet sie sich mit ihrem neuen Leben an. Der sportliche Niels und der seltsame Torben spielen dabei durchaus eine wichtige Rolle … Vielschichtig und einfühlsam erzählt Andreas Hartmann in seinem Jugendroman über Entwurzelung, neue Freunde und von einer Oma, die glaubt, eine bekannte Piratin zu sein. Das Thema Demenz wird dabei behutsam und durchaus auch mit Humor aufgegriffen und näher gebracht. Gekonnt nimmt Hartmann die LeserInnen außerdem mit nach Windhusen, dem Ort am Meer, wo der Name Programm ist. Windig, rau und abenteuerlich ist es dort und auch die Menschen sind ein bisschen anders. Muss sie wirklich begründen, warum Berlin besser ist als dieser öde Windkanal?