Diese Welt hat keinen Platz für mich

Wie ein Mädchen in der Psychiatrie zerbricht


Marina

Erfahrungsberichte

43 Bewertungen
3.90698

Entdecke diesen und 500.000 weitere Titel mit der Flatrate von Skoobe. Ab 12,99 € im Monat.

Beschreibung zu „Diese Welt hat keinen Platz für mich“

Verlag:

edition fischer

Veröffentlicht:

2014

Druckseiten:

ca. 209

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

Keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

4 Kommentare zu „Diese Welt hat keinen Platz für mich“

Für mich schwer reinzukommen, obwohl ich ähnliche Dinge gesehen gesehen, aber nicht erlebt habe, bei diversen Aufenthalten oder Besuchen. Dennoch empfinde ich dieses Buch als lesenswert, wenn auch schwierig.

Die Leute, die auf so einer Station arbeiten sind nicht zu beneiden. ich denke wirklich helfen kann man in den seltensten Fällen, und was man auch tut, es wird oft das Verkehrte sein.

Eine absolut schreckliche Abwärtsspirale, die das Mädchen nicht überlebt hat. Kliniken mit absolut unhaltbaren Zuständen (fehlende Therapien, mangelhafte Kommunikation, Zwangsmaßnahmen die weit über das Notwendige hinausgehen) und dazu noch eine eine völlige Unwilligkeit oder Unfähigkeit auf die individuelle Person einzugehen und Therapie und Erziehung voneinander abzugrenzen. Kein Wunder, wenn die Jugendlichen in einer solchen Umgebung die Ärzte und Therapeuten als Feinde ansehen und sich unter den Patienten bedenkliche Gruppendynamiken entwickeln. Die Behauptung der Klinik, die Jugendlichen würden sich gegenseitig in ihrem destruktiven Verhalten bestärken, war wohl nicht unberechtigt. Aber Kliniken sollten eben reflektieren, wie die Zustände in der Klinik überhaupt erst dafür sorgen, dass solche Dynamiken entstehen und aufrechterhalten werden. Es ist schon schwierig, wenn ein Mädchen sich das erste Mal unter solchen Umständen einer Gruppe zugehörig fühlt. Das Mädchen hatte wahrscheinlich mehr als "nur" eine reaktive Depression. Aus den Texten wird sehr deutlich, dass sie sehr schwer erkrankt war. Es ist traurig, dass sie kein angemessenes Konzept ihrer Krankheit entwickeln konnte, sondern diese Krankheit als Teil ihrer Persönlichkeit gesehen hat (was ja scheinbar zu Beginn der Krankheit nicht der Fall war). Das alles (nur) auf Mobbing und die Hochbegabung zu schieben ist wahrscheinlich nicht korrekt. Was ich mich auch frage ist, ob sie jemals auf ADHS abgeklärt wurde (das kann ja bei sehr hoher Intelligenz oft recht lange kompensiert werden). Auch fragwürdig finde ich, warum sie so mit Beruhigungsmitteln vollgestopft wurde, aber scheinbar niemand eine Therapie veranlasst hat, wie sie bei erwachsenen Menschen mit therapieresistenter Depression üblich ist (z.B. EKT, Lithium zum Antidepressivum geben usw.). Einfach ekelhaft als Arzt eine Jugendliche einfach leiden und später sterben zu lassen, anstatt erweiterte Diagnostik und Therapien durchzuführen... Es ist wirklich schlimm zu lesen, wie sich Marinas Wahrnehmung immer weiter verschoben hat und sie immer kränker wurde.

carla grantig – 23.06.2026
das die psychatrie ein horror ist und keine hilfe...darüber könnte ich bücher schreiben.das schaff ich hier nicht.aber das die Eltern Marina nicht sofort da rausholten ist mir unbegreiflich.und das sie die mit Gewalt wieder dahinverbrachten nachdem Marina zu Hause nicht funktionierte ist tödlich.hatten sie gar kein Vertrauen zu ihrer Tochter das sie schon trinken wird wenn sie durst hat?Ich glaube ein kleiner Hund um den sie sich hätte kümmern können hätte wunder gewirkt.oder ein toller Urlaub, irgendwas schönes.vlt hätten sie ein pflegekind aufnehmen sollen das sie nicht alleine aufwächst.und dieser hochbegabtenzirkus hat ihr mehr geschadet als genutzt.vlt wär ein internat gut gewesen.oder ein Jahr usa....es hätte soviel Möglichkeiten gegeben.psyhatrie ist das letzte

Lesen. Hören. Bücher erleben.

Jetzt kostenlos testen