Der Lärm der Zeit

Roman

Julian Barnes

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Beschreibung zu „Der Lärm der Zeit“

Julian Barnes’ meisterhafter Roman über Dmitri Schostakowitsch

Im Mai 1937 wartet ein Mann jede Nacht neben dem Fahrstuhl seiner Leningrader Wohnung darauf, dass Stalins Schergen kommen und ihn abholen. Der Mann ist der Komponist Schostakowitsch, und er wartet am Lift, um seiner Familie den Anblick seiner Verhaftung zu ersparen.

Die Gunst der Mächtigen zu erlangen, hat zwei Seiten: Stalin, der sich plötzlich für seine Musik zu interessieren scheint, verlässt noch in der Pause die Aufführung seiner Oper »Lady Macbeth von Mzensk«. Fortan ist Schostakowitsch ein zum Abschuss freigegebener Mann. Durch Glück entgeht er der Säuberung, doch was bedeutet es für einen Künstler, keine Entscheidung frei treffen zu können? In welchem Verhältnis stehen Kunst und Unterdrückung, Diktatur und Kreativität zueinander, und ist es verwerflich, wenn man sich der Macht beugt, um künstlerisch arbeiten zu können?

Im neuen Roman von Julian Barnes wird das von Repressionen geprägte Leben von Schostakowitsch in meisterhafter Knappheit dargestellt – ein großartiger Künstlerroman, der die Frage der Integrität stellt und traurige Aktualität genießt.

Über Julian Barnes

Julian Barnes (Leicester, 1946) se educó en Londres y Oxford. Está considerado como una de las mayores revelaciones de la narrativa inglesa de las últimas décadas. Entre muchos otros galardones, ha recibio el premio E.M. Forster de la American Academy of Arts and Letters, el William Shakespeare de la Fundación FvS de Hamburgo y es Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres.


Verlag:

Kiepenheuer & Witsch eBook

Veröffentlicht:

2017

Druckseiten:

ca. 145

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


1 Kommentar zu „Der Lärm der Zeit“

Einhorn – 28.02.2019
Ein phantastisches Buch. Wer allerdings eine Biographie oder eine Auseinandersetzung mit der Musik des Komponisten erwartet, wird von dem Buch enttäuscht sein (deshalb wohl auch die kleinsternigen Urteile). Was der britische Erfolgsautor geschaffen hat, ist so etwas wie die Innenansicht des von den Mächtigen und der Macht gequälten Komponisten. Das Buch ist nicht gerade leicht zu lesen - umso nachhaltiger und denkwürdiger das, was der Autor darin aufgezeichnet hat. Letztendlich hilft es auch, die Musik von Schostakowitsch besser zu verstehen.

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