Jäger, Hirten, Kritiker

Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Richard David Precht

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Beschreibung zu „Jäger, Hirten, Kritiker“

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Sie dekoriert noch einmal auf der Titanic die Liegestühle um. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit.

Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen. Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht!

Dieses Buch will zeigen, wo die Weichen liegen, die wir richtig stellen müssen. Denn die Zukunft kommt nicht - sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?


Verlag:

Goldmann Verlag

Veröffentlicht:

2018

Druckseiten:

ca. 192

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


3 Kommentare zu „Jäger, Hirten, Kritiker“

Ditmar – 10.03.2019
TiefErgreifend MENSCHLICH

Winfried – 17.02.2019
Das ist eine lesenswerte und lesbare Darstellung unserer nahen Zukunft. Natürlich mit den notwendigen caveat, damit es bei Nichteintreffen nicht zu Beschwerden kommt. Jedenfalls müssen wir uns wohl auf eine Brot und Spiele Gesellschaft einstellen, wo wesentliche Teile der Bevölkerung mit einem Grundeinkommen auskommen müssen, also zurück zu den Verhältnissen des Altertums. Das Collosseum steht ja noch. Herr Precht hätte viel stärker noch herausarbeiten können, daß die Identifizierung über die Arbeit, die Gewerkschaften und Arbeitgeber so vehement propagieren, daß die Hälfte der Bevölkerung Angst vor dem "Unglück" hat, nicht mehr arbeiten zu dürfen, endlich als Irrweg bezeichnet wird. Das Ziel der zukünftigen Gesellschaft muß es sein, Arbeit Maschinen zu überlassen und jeden Bürger mit einem Grundeinkommen von ca 20 000€ jährlich auszustatten. Das sind bei 80 Mio Bürgern etwas über 1600 Mrd€. Das wäre die Hälfte des derzeitigen Bruttoinlandproduktes. geht doch. Nur, wie leben diese Menschen? Da fehlen mir bei Precht die Konzepte. Läßt man es laufen, gibt es Brot und Spiele. Keine sehr anregende Perspektive. Precht zitiert zwar die Klassiker wie Marx, O. Wilde mit ihren Konzepten aber sein eigenes Konzept kommt nur im Titel Jäger, Hirten Kritiker zum Vorschein und sonst dürftig kurz. Nun, vielleicht schreibt Herr Precht darüber ein weiteres Buch. Zusammenfassend: gut geschrieben im Konzept etwas dünn, was die eigenen Vorstellungen angeht.

Conny – 01.10.2020
Richard David Precht beschäftigt sich in diesem Buch mit den Auswirkungen der Digitalisierung. Er malt dafür eine dystopische (negative) und eine utopische (positive) Version der Zukunft. Die Fragen, die er aufwirft regen definitiv zum Denken an ebenso wie seine Vorschläge zur Gestaltung der Zukunft. Einen Stern Abzug gibt es jedoch für die vielen Wiederholungen der Argumente und wegen der langatmigen Ausführungen. Aus meiner Sicht hätte dem Text ein strenger Lektor gut getan.

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