Recht und Gerechtigkeit

Ein Märchen aus der Provinz


Jörg Kachelmann Miriam Kachelmann

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Beschreibung zu „Recht und Gerechtigkeit“

Über Jörg Kachelmann

Jörg Kachelmann, Jahrgang 1958, ist Verwaltungsratspräsident und Chefmeteorologe des Wetterdienstes Meteomedia AG. Von 1992 bis März 2010 moderierte er Wetterberichte in der ARD sowie Talksendungen wie Riverboat und Kachelmanns Spätausgabe. Heute präsentiert er das Wetter für main.tv, Radio Primavera und auf seinem eigenen Kanal „wetterkachelmann“ bei YouTube.

Verlag:

Heyne Verlag

Veröffentlicht:

2012

Druckseiten:

ca. 287

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

15 Kommentare zu „Recht und Gerechtigkeit“

Rainer Dresen – 10.10.2012
kaum bei skoobe, schon vor Gericht Schon kurz nach Auslieferung erging Medienberichten zufolge eine Einstweilige Verfügung gegen das Buch in seiner Printfassung. Da aber die die zu jenem Zeitpunkt bereits an den Handel ausgelieferten Exemplare offenbar weitervertrieben werden dürfen, gilt die Vertriebserlaubnis der Erstauflage zumindest Stand 11.10. auch für die skoobe-Ausgabe: Also schnell noch ausleihen! Inhaltlich handelt es sich um eine schonungslose Abrechnung mit Justiz und Medien, die dem rechtskräftig freigesprochenen Jörg Kachelmann die bürgerliche Existenz weitgehend zerstört haben. Man muss kein Kachelmann-Fan sein, um das Verfahren und das Verhalten zahlreicher Beteiligter als skandalös zu erachten. Ein Muss für alle, die sich für die sehr subjektiv, pointiert, manchmal polemisch, aber nie langweilig formulierten Hintergründe interessieren, erzählt vom Betroffenen.

das Buch gibt Einsichten Für alle die sich über die Prozessführung nur am Rande informiert haben, werden diverse Hintergründe aufgezeigt, das ist gut so. Kachelmanns sind mit Sicherheit aus gutem Grund über die Vorgehensweise von Justiz und Medien verbittert, sie spiegeln die Ereignisse für den Leser aus ihrer Sicht recht anschaulich wider.

Nelepaulina – 10.07.2013
Teilweise interessant und aufschlussreich, teilweise langweilig und naiv.

Bombadil – 14.08.2015
Am Anfang muss man sich durch die harsche Schreibe von Herrn Kachelmann durchkämpfen. Aber trotzdem ist das Buch wichtig! Eigentlich - das legen die 'Beweise' nahe - hätte eine Hauptverhandlung nie stattfinden dürfen. Auch die Rolle vieler Medien ist äußerst fragwürdig: für viele war die Vorverurteilung die Regel.

ein bisschen mehr Sachlichkeit Hätte dem Buch bestimmt gutgetan. In der Sache selbst ist sicherlich viel schief gegangen, Presse und Justiz haben sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Aber statt mit Sachlichkeit und Fakten zu überzeugen, wird hier teilweise undifferenziert etwas behauptet, was sich nicht belegt findet. Besonders schrecklich habe ich die Darstellungen von Fr Kachelmann empfunden, die schon durch die Sprache vermittelte, dass Objektivität nicht ihr Ding ist. Vielleicht hilft so eine Abrechnung einem selber, mit solchen Vorwürfen fertig zu werden, ansonsten braucht man das Buch nicht wirklich.

letztlich wurde recht gesprochen Aber verloren haben alle, die Rolle der Justiz stellt sich teilweise erbaermlich dar - das habe ich aber auch schon waehrend des prozesses gedacht. Und dass frau dinkel so heisst, kann man auch einfach googeln.

Hoelderlin – 20.10.2012
kein Kafka Kachelmann und Frau schildern den Fall minuziös und in epischer Breite, angefangen von der Verhaftung auf dem Flughafen, über die Monate der U-Haft bis hin zur Verhandlung und zum Freispruch mangels Beweisen. Hierbei mischen sie Fakten mit ihren sehr persönlichen Eindrücken. Wenig überraschend ist, dass sich Kachelmann als Unschuldslämmchen und Gutmenschen ins Licht setzt, während die "Gegner" wahlweise als dumpf-provinziell, ignorant oder bösartig skizziert werden. Literarische Parallelen zu Kafkas "Prozess" hätten sich in der Buchstruktur sehr angeboten (unschuldiger J.K. wird überraschend verhaftet und verstrickt sich immer tiefer in die Mühlen einer finstren Justizbürokratie). Leider bleibts sprachlich seicht, gelegentlich menschelt es sehr gewollt durch schwyzerdütsche Einsprengsel. Problematisch finde ich die volle Namensnennung der meisten Beteiligten (Polizisten, Richter, Staatsanwälte etc. bis hin zur Nebenklägerin), nur die Namen der Mithäftlinge werden abgekürzt. Weitgehend ausgeblendet wird das Vorleben des Herrn K. (seine Frauengeschichten spielen keine Rolle, werden leichthin als Unreife abgetan). Auch bleibt unklar, warum ein 50-jähriger Zottel und eine Mittzwanzigerin wie Topf und Deckel zueinander passen (hat sicher nichts mit Ks TV-Ruhm zu tun, gelle?!). Interessiert hätte dies den Leser mindestens ebenso sehr wie die akribisch aufgemalte Verstrickung mehrerer Prozessbeteiligter über zehn Ecken herum in der Kurpfalz. Wer einen der Promoauftritte der Kachelmanns in Radio oder TV verfolgt hat, erfährt im Buch nichts Neues. Fazit: Kann man schnell zwischendurch mal lesen (ab der Hälfte dann nur noch diagonal), muss man aber nicht.

Armes Deutschland! Wenn nur die Hälfte der Aussagen in diesem Buch im Endeffekt stimmt, dann kann man nur sagen: "Armes Deutschland!"

Einseitig. Trotzig. Herr Kachelmann saß unschuldig im Gefängnis. So hat es das Gericht festgestellt. Er verarbeitet diese Zeit in einem sehr trotzigem Buch das manchmal so unglaublich ist, das man das Gefühl hat er wäre in einer Bananenrepublik inhaftiert. Leider ist die schonungslose Abrechnung zu polemisch und zu einseitig. Gutmensch Kachelmann gegen den Rest der Welt. Man vergisst zu leicht das er vor seiner Verhaftung, zumindest in punkto seiner Liebesaffären, ein fulminanter Lügner war. Dieses Werk ist mit Vorsicht zu genießen.

Phinatella – 16.11.2012
Aha ... Das Buch erzählt die Kachelmann-Geschichte, die man ja schon aus der Presse mehr oder weniger verfolgen konnte, aus Sicht des Ehepaares Kachelmann. Ich möchte nicht be- oder verurteilen, wer in dieser Strafsache schuldig oder unschuldig ist, sondern lediglich das Buch bewerten. Obwohl das Buch durchaus nachvollziehbar zeigt, wie alles abgelaufen sein könnte. Die Aufteilung der beiden Autoren ist gut gewählt. Jörg Kachelmann beschreibt eher den Ablauf der Geschichte. In einem, vorallem anfangs, recht "rotzigen" Ton. Nicht schön zu lesen, aber wohl verständlich, da der Autor wohl nicht gerade die schönste Geschichte seines Lebens wiedergibt. Miriam Kachelmann erzählt aus ihrer Sicht, aber vor allem erläutert sie psychologische und andere fachliche Hintergründe. Auf eine recht angenehme Weise, nicht im besserwisserischen Sinne. Eher von einer Person, die durchaus eigene Kenntnisse durch ihr Studium hat, aber sich auch genau in den Fall eingearbeitet hat. Verständlich, da es sie oder besser eine ihr sehr nahestehende Person betrifft. Das ist in weiten Teilen sehr interessant, aber teilweisee auch recht langwierig und konzentrationsfordernd. Am letzten Teil habe ich ewig gelesen. Ingesamt gibt das Buch interessante Einblicke - zum einen "hinter die Kulissen" einer Geschichte, die man bereits aus der Presse kennt oder zu kennen glaubt, aber auch in Gerichts- und Medienwelt Deutschlands. Manches wird man sich schon so oder ähnlich gedacht haben, manches wird mehr als verwundern. Leider sind im ebook, speziell auf dem klassischen kindle, verschiedene Anhänge nicht lesbar. Bei skoobe klappt das aber gut.

ohje Sehr subjektiv, sehr verletzt...will krampfhaft sein Recht , was er doch eigentlich bekommen hat. Ich hoffe er spendet für die Inhaftierten in Mannheim, um ihnen einen besseren Start zu ermöglichen. Hatte er dieses Buch wirklich nötig... Keine Ahnung!? Schade, dass er allein an seinem Fall die deutsche Justiz fest macht und alle für dämlich hält, die damit zu tun hatten... Denn schließlich kann man ja nur den Menschen vor dem Kopf gucken.

2 Klassen Rechtssystem Jeder der mehrere Grundstücke veräussern kann um seine Verteidigung mit mehreren Anwälten und Gegengutachtern gleichzeitig zu bezahlen, hat zumindest wie Herr Kachelmann, eine Changse seine Unschuld zu Beweisen. Ebenfalls das hantieren mit Dealz der Staatsanwaltschaft ohne Gerichtsprozess erinnert stark an das Amerikanische Rechtssystem. Dort gibt es immerhin ein Gerichtsprotokoll und Geschworene welche für die Zeit des Gerichtsprozesses nicht den Medien ausgesetzt werden dürfen ( z.B. der Prozess Oj. Simson). Gemein haben nun beide Systeme das jemand ohne entsprechenden finanziellen Hintergrund vom Rechtsstaat ausgeschlossen wird, zu unrecht eingesperrt wird und dann im Knast (wie in den USA auch) als Zwangsarbeiter mit Hungerlohn sein darsein fristen darf. Einzig das Strafmaß, also die abzusitzenden Jahre, unterscheiden sich bei diesem Vergleich deutlich. Da haben unsere Richter dann doch glücklicherweise weniger Verantwortung.

Iris Simon – 14.07.2015
Es ist erschreckend was ein Mann so alles aushalten muss nur wegen einer Frau die sich mehr von einer Affäre erhofft hatte.Aber gleichzeitig macht es mich auch sauer denn nur weil manche Frauen aus Rache ( wie hier im Buch geschildert) zu dieser krassen Art gereiften.Wird den wirklichen Vergewaltigungsopfern nicht mehr oder nur sehr schwer geglaubt.es wird Zeit das sich daran was ändert und die ,die Anzeige zu Unrecht erstattet haben für viele Jahre in den Knast gehen.

roliboli – 23.02.2013
Leider stimmt alles! Armes Deutschland,bin froh nicht dort zu Leben!

Storyboard – 27.10.2016
Ein wichtiges Buch, da die Autoren bei aller verständlichen Verbitterung über eine bloße Abrechnung mit ihren - man muß schon sagen: Peinigern weit hinausgehen und mit ihrem Aufzeigen der eklatanten Fehlkonstruktionen im deutschen Rechtsstaat und ihrem Widerstandswillen uns allen einen großen Dienst geleistet haben. Ich bin tief beeindruckt und wünsche für die Zukunft viel Kraft! Danke !!!

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