Odysseus. Was Homer nicht erzÀhlte

Historischer Roman


Heinz-Joachim Simon

Historische Romane Altertum

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Beschreibung zu „Odysseus. Was Homer nicht erzĂ€hlte“

Über Heinz-Joachim Simon

Am 30. Januar 1933 wird Hauptkommissar Reinecke, Leiter der Berliner Mordkommission, ins Hotel Kaiserhof gerufen, wo eine Frau von außergewöhnlicher Schönheit ermordet in ihrem Zimmer liegt. Neben ihrem Kopf eine Rose. Es stellt sich heraus, dass sie mit einem Begleitkommando des ReichstagsprĂ€sidenten Göring intim gewesen war. Sowohl SA-FĂŒhrer Ernst als auch seine Kameraden HĂŒbscher, Rall und Gebauer geben sich gegenseitig ein Alibi. Von dem mysteriösen TĂ€ter kĂŒndet nur ein Zigarettenstummel mit GoldmundstĂŒck. Schon bald stellt sich heraus, dass Ă€hnliche Morde im Hotel Atlantic in Hamburg und im Vierjahreszeiten in MĂŒnchen passiert sind. Jedes Mal war Göring, dem man nachsagt, dass er Morphinist ist, dort mit seiner Entourage abgestiegen. Von seinem Freund Michael Singer erfĂ€hrt Reinecke, dass bereits schwarze Listen zur Verhaftung von Kommunisten und Sozialdemokraten kursieren. Am Abend des 27.2.1933 brennt der Reichstag. Obwohl Reinecke nicht fĂŒr das Ressort Brandstiftung zustĂ€ndig ist, besichtigt er den Brandort, wo sich viele Neugierige eingefunden haben. Der TĂ€ter, ein verwirrt aussehender HollĂ€nder namens van der Lubbe, wird bereits abgefĂŒhrt. Der Fall scheint gelöst. Van der Lubbe ist gestĂ€ndig und gibt an, die Tat allein durchgefĂŒhrt zu haben. Schon verkĂŒndet Göring, dass die Kommunisten den Reichstag angezĂŒndet haben und man nun keinen Pardon mehr kenne. Kurz darauf wird eine weitere Frau im Aschinger-Hotel FĂŒrstenhof ermordet. Es stellt sich heraus, dass zur Tatzeit jedes Mal der Hauptbuchhalter des Aschinger-Konzerns anwesend war. Auch der dritte Mord geschieht in einem Aschinger-Hotel, diesmal im Bellevue. Ein italienischer FĂŒrst macht sich verdĂ€chtig, da er fluchtartig abgereist ist. Die Ermittlungen ergeben, dass er mit der Frau liiert war. Doch der FĂŒrst kann Reinecke davon ĂŒberzeugen, dass er nichts mit dem Mord zu tun hat. Inzwischen wird van der Lubbe zum Tode verurteilt. Trotz aller Voreingenommenheit stellt das Gericht fest, dass van der Lubbe die Tat nicht allein begangen haben kann, dennoch werden alle Fragen zur MittĂ€terschaft der Nazis rigoros abgeblockt. Schließlich erfĂ€hrt Reinecke, dass SA-Mann Ernst am Abend des Reichstagsbrandes von einer "weltgeschichtlichen Tat" geprahlt hat. Van der Lubbe war nur ein Strohmann und ein sorgsam platziertes Bauernopfer, um die Notstandsverordnungen zu legitimieren. Die Beweise, dass die Nazis den Reichstag ansteckten: 1. Van der Lubbe stieg mit vier PĂ€ckchen KohlenanzĂŒnder um 21.08 Uhr in den Reichstag ein. 14 Minuten spĂ€ter war er bereits verhaftet. 2. In 14 Minuten 25 bis 30 Brandstellen zu legen, ist nicht möglich. 3. Im Plenarsaal, dem Hauptbrandherd, wurden flĂŒssige BrandverstĂ€rker benutzt. 4. Die SA-Gruppe um Ernst hat bereits im Herbst 1932 mit einer Phosphor-Schwefelkohlenstoffmischung experimentiert und die Wahlplakate anderer Parteien zerstört. 5. Der unterirdische Gang vom Reichstag zum Palais des ReichstagsprĂ€sidenten war Ernst und seiner SA-Gruppe bekannt. 6. Die offizielle Brandmeldung erfolgte um 21.14 Uhr. Um 21.19 Uhr betrat Göring das ReichstagsgebĂ€ude. Die Fahrt vom Sitz des preußischen Innenministers, wo sich Göring aufhielt, bis zum Reichstag dauert wenigstens 11 Minuten. Doch diese Indizienkette nutzt van der Lubbe nichts, da er bereits verurteilt und enthauptet wurde. Jeder Vorstoß, die wahren TĂ€ter zu ĂŒberfĂŒhren, wĂŒrde Reinecke in ein Konzentrationslager bringen. Trotzdem versucht Reinecke, die Brandstifter vor Gericht zu bringen. Doch plötzlich setzt ein merkwĂŒrdiges "Sterben" unter den VerdĂ€chtigen ein. Bei einem FurtwĂ€ngler-Konzert gelingt es Reinecke, Gebauer zu stellen. Gebauer gesteht alle Morde und schildert detailliert den Tathergang, doch mit der Zeit kommen Reinecke Zweifel an Gebauers Schuld. Schließlich gesteht Gebauer, dass sein Freund Schatzschneider, der Adjutant Görings, sein Geliebter ist. Als Reinecke Schatzschneider in seiner Wohnung mit einer Toten ĂŒberrascht, gesteht Schatzschneider die Taten: sowohl seine MittĂ€terschaft beim Reichstagsbrand als auch die Lustmorde. Er wollte Hitlers Thesen aus Mein Kampf in die Tat umsetzen und die "verborgenen jĂŒdischen Blutlinien" zerstören, die seiner Meinung nach das arische Blut vergiften. Als Schatzschneider Reinecke unerwartet mit einem Revolver bedroht, erschießt ihn Reinecke in Notwehr. Anschließend muss er jedoch feststellen, dass Schatzschneiders Revolver nicht geladen war. Die hier aufgezeigten Indizien beruhen auf den Forschungsergebnissen des Reichstagsbrandforschers Hans Schneider fĂŒr das Institut fĂŒr Zeitgeschichte. Sie wurden zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht. Noch heute bekennen sich Historiker zur AlleintĂ€terschaft van der Lubbes. Warum? Die MittĂ€terschaft der Nationalsozialisten ist lĂ€ngst erwiesen.

Verlag:

acabus Verlag

Veröffentlicht:

2018

Druckseiten:

ca. 416

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

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