Jennifer Friedrichs geht in die dreizehnte Klasse des GrĂŒnwalder Gymnasiums. NieÂmand zweifelt daran, dass das bildhĂŒbsche MĂ€dchen im nĂ€chsten Sommer ein Einserabitur ablegen wird. Auch die Eltern hab
Jennifer Friedrichs geht in die dreizehnte Klasse des GrĂŒnwalder Gymnasiums. NieÂmand zweifelt daran, dass das bildhĂŒbsche MĂ€dchen im nĂ€chsten Sommer ein Einserabitur ablegen wird. Auch die Eltern haben hohe Erwartungen an ihre einzige Tochter. Nach dem Willen des Vaters soll Jenny nach einem Jurastudium in seine international renomÂmierte Wirtschaftsrechtskanzlei einsteigen. Die Mutter wiederum kann sich fĂŒr ihre musisch begabte TochÂÂter eine Laufbahn als OpernsĂ€ngern vorstellen, denn ihre eiÂgene als BallettÂtĂ€nÂzerin hat sie damals fĂŒr die Karriere ihres Mannes aufgeÂgeÂben. AufÂgrund der belastenden familiĂ€ren Situation leidet Jenny trotz ihrer herÂvorragenden schulischen Leistungen an starken Selbstzweifeln; oft fĂŒhlt sie sich wie das sprichÂwörtliche hĂ€ssÂliche EntÂlein, obwohl es dafĂŒr keinen Grund gibt. ZusĂ€tzlich wird sie von einigen MitÂschĂŒÂlerinnen gemobbt. Als es wĂ€hrend einer SchultheaterauffĂŒhrung, bei der Jenny die Hauptrolle spielt, wieder einmal zu eiÂnem Streit zwischen den MĂ€dchen kommt, ritzt sich die SchĂŒlerin am Abend zum erÂsten Mal die Haut. Jenny verspĂŒrt eine tiefe ErleichÂteÂrung, als die Rasierklingen in ihre Haut schneiden ...