Hitlers Junge

Erinnerung an eine unheilvolle Erziehung

Peter Hessel

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Buchbeschreibung zu „Hitlers Junge“

Die erschütternden Erinnerungen an eine Kindheit unter dem Hakenkreuz. Ein Zeitdokument.

"Ich lerne die Lieder schnell auswendig und singe sie mit viel Freude. Erst üben wir sie im Kinderscharheim. Dann singen wir sie beim Marschieren auf dem Fußballplatz. Endlich, wenn wir sie richtig können, schmettern wir sie in den Straßen, während die Menschen auf dem Fußweg stehen bleiben und uns zuschauen. Ich gehöre zum neuen Deutschland, zur Zukunft unseres Volkes. Wir sind Hitlers Kinderschar. Ich bin Hitlers Junge."

Peter Hessel, 1931 in Chemnitz geboren, wuchs in einer Familie von überzeugten Nationalsozialisten auf. Bereits im Alter von fünf Jahren schlug er in seiner braunen "Kinderschar"-Uniform die Landsknechts-Trommel. Im Zweiten Weltkrieg siedelte seine Mutter mit ihm in den "Warthegau", ins besetzte Polen, um, wo seine weltanschauliche Indoktrinierung im Jungvolk vertieft wurde. Im Januar 1945 erlebte er den Schrecken des großen Flüchtlingstrecks zurück "ins Reich" und danach die Zerstörung seiner Heimatstadt durch alliierte Bomberverbände.
Nach Kriegsende erkannte er bald die grausige Wahrheit über das Hitlerregime und widersetzte sich vehement der sowjetisch-kommunistischen Propaganda, die ihn an seine eigene Gehirnwäsche unter den Nazis erinnerte. Im Alter von zwanzig Jahren beschloss er, Deutschland ganz zu verlassen, und wanderte aus.
Nach insgesamt 55 Jahren in Kanada, wo er als Übersetzer für die kanadische Regierung tätig war, elf Bücher verfasste und zu einem leidenschaftlichen Warner vor den Gefahren der politischen Beeinflussung junger Menschen, nicht nur, aber gerade auch durch braunes Gedankengut wurde, kehrte Peter Hessel 2008 wieder nach Deutschland zurück und legt nun erstmals seine aufrüttelnden Kindheits- und Jugenderinnerungen in deutscher Sprache vor.

Verlag:

Edel Elements

Veröffentlicht:

2013

Druckseiten:

ca. 292


3 Kommentare zu „Hitlers Junge“

BlackCat76 – 02.11.2017

Sehr ehrlicher Einblick in Gedanken- und Seelenleben eines deutschen Kindes in dieser Zeit. ich hätte mir allerdings ein bisschen mehr 'danach' gewünscht - wann hat der Autor so richtig gemerkt, dass er einer menschenverachtenden Propaganda aufgesessen ist etc... Wann hat sich sein Weltbild verändert?

Nadine – 28.04.2016

Man bekommt einen guten Einblick in die Sichtweise der Kinder damals!

Ellen – 23.01.2016

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