"Was ist nur mit der ZĂ€rtlichkeit geschehen, dass aus ihr eine so peinliche Angelegenheit werden konnte." Isabella Guanzini Im Zeitalter der Coolness ist es schwierig geworden
"Was ist nur mit der ZĂ€rtlichkeit geschehen, dass aus ihr eine so peinliche Angelegenheit werden konnte." Isabella Guanzini Im Zeitalter der Coolness ist es schwierig geworden, ĂŒber ZĂ€rtlichkeit zu sprechen, ohne sentimental oder kitschig zu klingen. "ZĂ€rtlichkeit ist zu einem NahrungsergĂ€nzungsmittel des Privatlebens geworden", schreibt die junge Philosophin Isabella Guanzini. In ihrem engagierten kleinen Buch bricht sie eine Lanze fĂŒr die sanfte Macht, die uns zunehmend fehlt, um menschlich zu bleiben - oder es ĂŒberhaupt erst zu werden. Wir leben in einer bedrĂ€ngten Welt, die uns immer mehr abverlangt, um mithalten zu können. HĂ€rte, Ăberreiztheit und Erschöpfung sind die Folge. WĂ€hrend alles Menschliche versteinert, wĂ€chst in uns die Sehnsucht nach einer neuen Luft zum Atmen. Wie aber können wir den Teufelskreis durchbrechen, in dem wir uns zu Tode steigern? Isabella Guanzini zeigt ganz ohne romantische GefĂŒhlsduselei, dass jene sanfte Macht, die uns auf die Welt gebracht und am Leben erhalten hat, zu Unrecht unterschĂ€tzt wird. Denn ZĂ€rtlichkeit ist mehr als nur ein WohlgefĂŒhl. Sie ist eine geistige Haltung, mit der wir sanft - und nicht durch HĂ€rte - das eigentliche Potenzial des menschlichen Lebens freisetzen und uns zugleich aus der zermĂŒrbenden mentalen Erschöpfung unserer Zeit befreien können.