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Beschreibung zu âAlle ErzĂ€hlungenâ
Kleists ErzĂ€hlungen: kompromisslos, unerhört, sagenhaft. âMan kann nicht ĂŒber Kleist sprechen und von seiner wundersamen Sprache schweigen. Sie fasziniert, erstaunt und macht sĂŒchtig.â Christoph
Ăber Heinrich von Kleist
Heinrich von Kleist wurde 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem Tod des Vaters besuchte er das Französische Gymnasium in Berlin. 1792 trat er ins Potsdamer Garderegiment ein und nahm 1793/94 am Rheinlandfeldzug teil. Ein Studium der Mathematik, Physik und Philosophie brach Kleist nach drei Semestern ab. Die LektĂŒre der Philosophie Kants verstĂ€rkte seine Lebenskrise, ein unstetes Reiseleben begann: 1801 Paris und Bern (Umgang mit Heinrich Zschokke, Heinrich GeĂner, Ludwig Wieland), Weimar (Bekanntschaft mit Ch. M. Wieland, Goethe, Schiller), Dresden (Begegnung mit FouquĂ©). Im Herbst 1803 schloss Kleist sich Truppen Napoleons an, wurde jedoch nach Mainz zurĂŒckgebracht, wo er erkrankte. Seit 1805 im preuĂischen Finanzdepartement tĂ€tig, siedelte er zur Fortbildung von Berlin nach Königsberg ĂŒber, dort enger Kontakt zu den Reformpolitikern. Im Sommer 1806 lieĂ er sich beurlauben und schrieb âAmphytrionâ sowie âDie Marquise von OâŠâ, den âZerbrochenen Krugâ hatte er bereits in Berlin abgeschlossen. Anfang 1807 verhafteten ihn die Franzosen vor Berlin und internierten ihn in Frankreich. Vom Sommer 1807 bis FrĂŒhjahr 1809 wieder in Berlin, vollendete er âMichael Kohlhaasâ und âPrinz Friedrich von Homburgâ. Als Zensureingriffe die von ihm herausgegebenen âBerliner AbendblĂ€tterâ ruinierten, vermehrten sich seine Nöte. Er erschoss sich im November 1811 mit Henriette Vogel am Kleinen Wannsee bei Potsdam.
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