Ein Mann will nach oben

Die Frauen und der Träumer - Roman


Hans Fallada

Romane Deutschland, Österreich & Schweiz

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Beschreibung zu „Ein Mann will nach oben“

Über Hans Fallada

Rudolf Ditzen alias HANS FALLADA (1893 Greifswald – 1947 Berlin), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit »Der junge Goedeschal«. Der vielfach übersetzte Roman »Kleiner Mann – was nun?« (1932) macht Fallada weltbekannt. Sein letztes Buch, »Jeder stirbt für sich allein« (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).

Verlag:

Aufbau Digital

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 677

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

Keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

3 Kommentare zu „Ein Mann will nach oben“

Karl Siebrecht will nach dem Tod seines Vaters nach Berlin, um nicht in seinem Heimatdorf zu versauern. Er ist erst 16 und hat sich vorgenommen, die Stadt zu erobern. Auf der Fahrt dahin lernt er die etwas jüngere Rieke kennen, die ihn unter ihre Fittiche nimmt, ihn bei sich, ihrem Vater und ihrer Schwester wohnen lässt. Sie zeigt ihm auch, wie "es in Berlin läuft", denn Karl ist noch sehr naiv. Er nimmt verschiedene Arbeitsstellen an, die er jedoch auch wieder verliert, sei es durch zuviel Mitleid mit Ärmeren oder durch Stress mit Vorgesetzten. Irgendwann landet er dann als Gepäckträger auf den Berliner Bahnhöfen, was ihn später zur Selbstständigkeit und zu Auf- und Abstiegen führen wird. Karl ist nie zufrieden mit dem Erreichten, will immer weiter nach oben, sich dabei aber nicht helfen lassen, keinem etwas schuldig sein. Er ist einerseits mitfühlend zu seinen Mitmenschen, hilft Trockenmietern, einer betrunkenen Taxi-Fahrgästin oder unterstützt Rieke beim Kauf einer Nähmaschine. Andererseits übergeht er aber oft seine Freude, entscheidet über ihre Köpfe hinweg und nimmt keine Rücksicht auf sie. Er ist froh, wenn sie ihm helfen, übergeht sie aber ansonsten und "macht sein eigenes Ding". Der Roman spielt im Deutschland von 1909 bis Anfang der 30er Jahre. Der 1. Weltkrieg wird nur am Rande erwähnt, die Inflation spielt allerdings schon eine Rolle. Man bekommt schon einen Einblick in das Berlin der damaligen Zeit. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand es spannend, allerdings anders als einen Krimi und habe es in drei Tagen durchgelesen. Komisch war aber das Ende, es wirkt irgendwie "angehängt" und unwirklich, nicht fertig erzählt. Kurz: Es passt nicht richtig. Aber lest selbst.

Kitchenette – 16.01.2020
Ein wunderbares Buch! Fallada ist ein Meister der Dialoge, mit lockerer Hand, Humor, nie langweilig beschreibt er die Persönlichkeit seiner Protagonisten wie das Berliner Leben während der gar nicht so goldenen Zwanziger und den Rezessionsjahren. Das liest sich lebendig und fesselnd, und man vergisst, dass der Roman inzwischen hundert Jahre auf dem Buckel hat. Super Schmöker.

Nachtfee – 16.06.2016
Einfach lesenswert !

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