Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Da
Jenny Behnisch, die Leiterin der gleichnamigen Klinik, kann einfach nicht mehr. Sie weiß, dass nur einer berufen ist, die Klinik in Zukunft mit seinem umfassenden, exzellenten Wissen zu lenken: Dr. Daniel Norden!So kommt eine neue große Herausforderung auf den sympathischen, begnadeten Mediziner zu. Das Gute an dieser neuen Entwicklung: Dr. Nordens eigene, bestens etablierte Praxis kann ab sofort Sohn Dr. Danny Norden in Eigenregie weiterführen. Die Familie Norden startet in eine neue Epoche!Es war ein klarer Septembermorgen. Durch die hohen Fenster der Behnisch-Klinik fiel ein schräger Lichtstreifen, der die Flure in warmen, goldenen Glanz tauchte. Auf dem gewachsten Linoleumboden spiegelte sich die Sonne, und irgendwo summte leise ein Reinigungsgerät, das den Geruch von Desinfektionsmitteln verbreitete. Voller Elan ging Moritz von Falkenhayn in der vierten Etage durch den langen Gang. Sein Ziel war der neue Aufenthaltsraum, der Patienten und Besuchern demnächst ein gemütliches, freundliches Ambiente bieten sollte. Die Anstreicher hatten bereits ganze Arbeit geleistet. Alle Wände waren weiß getüncht, und nun sollte er, Moritz, sie mit farbenfrohen Wandmalereien ausschmücken. Auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz kam Moritz an Zimmer 4. 11 vorbei, dort blieb er kurz stehen. Vor einem Jahr hatte sein Vater dort mehrere Wochen als Patient verbracht. Es war eine sehr schwierige Zeit gewesen, damals, doch alle Schmerzen und Dramen waren nun vorbei. Jetzt freute Moritz sich darauf, den Auftrag auszuführen, den er von der Klinikleitung bekommen hatte. Der Aufenthaltsraum war durch große Glasscheiben vom Klinikflur getrennt, also konnte ihn jeder bei der Arbeit beobachten. Doch das machte Moritz nichts aus, ganz im Gegenteil. Wahrscheinlich würden ihn die Blicke der Zuschauer noch zusätzlich anfeuern. Moritz stellte seinen Koffer und die große Tasche mit den Malutensilien auf den Boden und packte alles aus. Glücklicherweise hatten die Anstreicher den gesamten Fußboden mit Vlies abgedeckt und diesen dagelassen, sodass er gleich anfangen konnte. Doch bevor er den ersten Pinselstrich auf die Wand setzte, wollte er sich auf seine Arbeit einstimmen. Am liebsten hätte er sich jetzt eine Zigarette gedreht und den ganzen Raum genüsslich vollgequalmt, doch das war natürlich strikt verboten. Also nahm er eine Tüte Kartoffelchips und fing an, einen Chip nach dem anderen zu verputzen.