Von außen ist Sören (36) ein normaler Mann: Verheiratet mit Mary, Vater einer achtjährigen Tochter, ein Job als Fahrer. Doch hinter der Fassade der Dreiraumwohnung herrscht emotionale Eiszeit. Streit,
Von außen ist Sören (36) ein normaler Mann: Verheiratet mit Mary, Vater einer achtjährigen Tochter, ein Job als Fahrer. Doch hinter der Fassade der Dreiraumwohnung herrscht emotionale Eiszeit. Streit, Kälte und sexuelle Leere bestimmen den Alltag. Während Mary Nähe sucht, flüchtet Sören in Pornos und anonyme Flirtportale. Er kann seine Frau, die Mutter seines Kindes, nicht mehr begehren. Das Wilde, Versaute, das er sich wünscht, sucht er bei anderen. Der erste Ast: Jana. Als er Jana kennenlernt, beginnt eine hemmungslose Affäre. Sie ist alles, was Mary nicht ist: gierig, wild, verfügbar. Sören nennt es „Monkey Branching“ – er hält sich am alten Ast (Mary) fest, bis der neue (Jana) sicher greifbar ist. Er fühlt sich frei, begehrt, lebendig. Der Gegenschlag: Lars. Doch Sören hat die Rechnung ohne Mary gemacht. Gedemütigt durch seine Ablehnung, beginnt sie ebenfalls zu suchen. Sie trifft Lars. Und anders als Sören, der nur ein sexuelles Ventil sucht, findet Mary bei Lars echte emotionale Nähe und das Begehren, das sie zu Hause seit Jahren vermisst. Als Sören begreift, dass Mary dabei ist, ihn zu verlassen – und zwar glücklich –, bricht seine Welt zusammen. Aus Panik, ins Leere zu fallen, klammert er sich verzweifelt an Jana, treibt sie damit von sich, und sucht panisch nach immer neuen Frauen. Eine intime, ungeschönte und düstere Beichte eines Mannes, der alles hatte und am Ende vor dem Nichts steht. Warum konnte er seine Frau nicht mehr begehren, aber jede Fremde? Eine Geschichte über den Unterschied zwischen Sex und Nähe, über Verrat und die brutale Einsamkeit danach.