Zwölf Jahre abstinent - eine Frau erzählt vom Leben nach dem Trinken. Marla Singer erzählt nicht von Sucht als abstraktem Begriff, sondern von dem, was Alkoholabhängigkeit mit einem Menschen mac
Zwölf Jahre abstinent - eine Frau erzählt vom Leben nach dem Trinken. Marla Singer erzählt nicht von Sucht als abstraktem Begriff, sondern von dem, was Alkoholabhängigkeit mit einem Menschen macht - und was bleibt, wenn das Trinken aufhört. Geboren 1975 und aufgewachsen auf der Halbinsel Höri, führt ihr Weg später nach Freiburg im Breisgau. Dort setzt sich ihre Suchtgeschichte fort, begleitet von Rückschlägen, Depressionen, Armut, schwierigen Beziehungen und dem täglichen Kampf, sich selbst auszuhalten. Dieses Buch ist ein persönlicher Erfahrungsbericht über Alkoholsucht, Abstinenz, Gewaltverarbeitung und das Ringen um einen Platz in der Gesellschaft. Es erzählt von der Unfähigkeit, anzukommen, vom Fallen und Wiederaufstehen, von Einsamkeit, Scham und Überleben. Im Zentrum steht nicht die Zeit des Trinkens allein, sondern die Zeit danach: zwölf Jahre Abstinenz, in denen die Vergangenheit nicht verschwindet, aber neu betrachtet werden kann. Marla Singer schreibt mit schonungsloser Offenheit über eine gewaltvolle Kindheit, seelische Verletzungen, Depressionen und den langen Weg in ein selbstbestimmteres Leben. Ihre Geschichte ist roh, direkt und verletzlich - zugleich getragen von Trotz, Würde und dem Wunsch, nicht aufzugeben. Die Autorin spricht aus eigener Erfahrung. Gerade dadurch entsteht ein authentischer Blick auf Sucht, psychische Belastung und Selbstbefreiung, der Betroffene, Angehörige und interessierte Leser*innen gleichermaßen erreichen kann. Ein Buch für Menschen, die verstehen möchten, was es bedeutet, aus der Finsternis weiterzugehen - ohne Heilsversprechen, aber mit einer Stimme, die bleibt.