"Ein groĂer Wunsch von mir war, Soldat zu werden, um Vater im Krieg Gesellschaft leisten zu könnenâ, erzĂ€hlt Nana, die im Jahr 1945 acht Jahre alt ist. Hinter Nana verbirgt sich die Kinderbuchaut
"Ein groĂer Wunsch von mir war, Soldat zu werden, um Vater im Krieg Gesellschaft leisten zu könnenâ, erzĂ€hlt Nana, die im Jahr 1945 acht Jahre alt ist. Hinter Nana verbirgt sich die Kinderbuchautorin Margaret Kopsch, die in diesem Buch sich und andere Zeitzeugen zu Wort kommen lĂ€sst, die wĂ€hrend des Krieges Kinder waren. Sie erinnern sich daran, wie am Nikolaustag nach der Bombardierung die Stadt GieĂen brannte, wie ein jĂŒdisches MĂ€dchen aus der Schule plötzlich weg war, wie es nach einem Luftangriff auf einmal keine Schule mehr gab oder wie sie eines Nachts das Zuhause in OstpreuĂen verlassen mussten. Den Zeitzeugenberichten der Kriegskinder, die sie interviewt hat, stellt die Autorin die Briefe ihres Vaters aus Russland gegenĂŒber, der sich um seine Frau und seine Kinder sorgt, den harten Alltag der Soldaten schildert und Weihnachten an der Front beschreibt. In den Berichten und den Briefen spiegelt sich das Grauen einer Zeit, die vor allem in den Kinderseelen ihre schmerzlichen Spuren hinterlassen hat.