Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Rita erzÀhlt.Ritas Kindheit in Sizilien ist von religiösen Symbolen und unausgesprochenen Machtstrukturen durchzogen. Die Madonna in de
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Rita erzĂ€hlt.Ritas Kindheit in Sizilien ist von religiösen Symbolen und unausgesprochenen Machtstrukturen durchzogen. Die Madonna in der Dorfkirche wird ihr zum stillen Vorbild, wĂ€hrend die Schatten der patriarchalischen und mafiös geprĂ€gten Gesellschaft unbewusst ihr SelbstverstĂ€ndnis formen.Mit der Emigration nach Deutschland beginnt eine Suche nach Freiheit, nach Sinn, nach einer Rolle, die ihr nicht auferlegt ist, sondern selbst gewĂ€hlt ist. Als Jugendliche entdeckt sie im Thomasevangelium die Möglichkeit weiblicher SelbstermĂ€chtigung und wagt den Schritt in eine MĂ€nnerdomĂ€ne: die IT. Doch in ihr bleibt die Sehnsucht nach einer idealisierten Liebe bestehen, genĂ€hrt von der romantischen VerklĂ€rung des Films Der Pate. Im Dortmund der Neunzigerjahre beginnt dieser innere Widerspruch Gestalt anzunehmen. Zwischen einer Ehe, die zunehmend von Enge und GrenzĂŒberschreitungen geprĂ€gt ist, und der Begegnung mit dem narzisstischen Moritz, gerĂ€t Rita in ein Spannungsfeld zwischen Autonomie und AbhĂ€ngigkeit, RealitĂ€t und Projektion.Ein Roman, der die psychologischen BrĂŒche einer Frau sichtbar macht, die sich von ĂŒberlieferten Rollenbildern befreien will und doch in den Verlockungen ihrer eigenen Illusionen gefangen bleibt.