Die GrÀfin Ulfeld ist ein historischer Roman, der das Schicksal Leonora Christinas, der dÀnischen Königstochter und Gemahlin des politisch verfemten Corfitz Ulfeldt, in den Spannungsraum von Hofintrig
Die GrĂ€fin Ulfeld ist ein historischer Roman, der das Schicksal Leonora Christinas, der dĂ€nischen Königstochter und Gemahlin des politisch verfemten Corfitz Ulfeldt, in den Spannungsraum von Hofintrige, Staatsraison und persönlicher Standhaftigkeit stellt. Schefer verbindet dokumentarisches Interesse mit einer empfindsamen, moralisch reflektierenden ErzĂ€hlweise; Geschichte erscheint nicht als bloĂe Kulisse, sondern als PrĂŒfung des Charakters. Im Kontext des deutschen historischen Romans nach Walter Scott akzentuiert das Werk weniger das Abenteuer als die ethische Deutung politischer Katastrophen. Leopold Schefer (1784â1862), Dichter, ErzĂ€hler, Komponist und Weltreisender, gehörte zu jenen Autoren des 19. Jahrhunderts, die historische Stoffe mit philosophischer HumanitĂ€t durchdrangen. Seine Erfahrungen als gebildeter Kosmopolit, seine NĂ€he zu aufgeklĂ€rtem Denken und sein Interesse an fremden Kulturen wie an europĂ€ischen MachtverhĂ€ltnissen mögen ihn besonders fĂŒr eine Gestalt empfĂ€nglich gemacht haben, deren WĂŒrde gerade im Verlust Ă€uĂerer Freiheit sichtbar wird. Empfohlen sei dieser Roman Lesern, die historische Prosa nicht nur als Rekonstruktion vergangener Ereignisse, sondern als Untersuchung von Gewissen, Treue und politischer WillkĂŒr verstehen. Die GrĂ€fin Ulfeld bietet eine eindringliche LektĂŒre fĂŒr Freunde des klassischen Geschichtsromans und fĂŒr alle, die weibliche Standhaftigkeit in einer mĂ€nnlich dominierten Machtwelt literarisch ernst genommen sehen möchten.Diese erweiterte Ausgabe wurde mit groĂer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.- SorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.- Interaktive FuĂnoten erklĂ€ren ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete AusdrĂŒcke fĂŒr eine mĂŒhelose, besser informierte LektĂŒre.