Keke van Steyn
Wer bin ich?
Über sich selbst zu schreiben gehört vermutlich zu den schwierigsten Übungen überhaupt. Selbst dann, wenn man Journalistin, Autorin und Content-Creator ist.
Vielleicht fällt es leichter, wenn man mit einer ordentlichen Portion Selbstverliebtheit oder gar einer Überdosis Narzissmus geboren wurde. In meinem Fall ist das leider nicht passiert. In mir wohnt höchstens ein zarter Hauch Misanthropie. Und der hilft erstaunlich wenig dabei, eine Vita mit Glanz zu versehen. Dennoch werde ich mein Möglichstes tun, euch einen kleinen Abriss meiner Person zu liefern, damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt.
Wie würde ich mich selbst beschreiben?
Blond. Graublaue Augen, die an guten Tagen von einem Hauch Cyan umschmeichelt werden und nach Bohnensuppe mit Kir Royal in eine leicht melancholische Graugrün-Phase kippen. 1967 geboren, ausgestattet mit der mentalen Energie von mindestens fünf Zuchtochsen. Körperlich hingegen, nun ja.
Sagen wir es so: Mein Körper hat irgendwann beschlossen, eine eigene Reality-Show zu starten. Titel: "Deutschland sucht den Superdefekt". Während mein Geist Marathon läuft, winkt mein Bewegungsapparat vom Spielfeldrand mit einem Kühlpack und ruft: "Mach du mal."
Ich sitze im Rollstuhl. Nicht als modisches Statement, sondern weil mein Körper und ich seit geraumer Zeit eine sehr lose Geschäftsbeziehung führen. Offiziell gelte ich als schwerbehindert. GdB 100. Mit aG, G und B. Das ist kein besonders exklusiver VIP-Club, eher die Deluxe-Edition des deutschen Sozialgesetzbuchs. Wenn es Sammelkarten gäbe, hätte ich die Glitzer-Version.
Gesundheitlich bin ich also, wie man im Norden sagt, ziemlich im Eimer. Nicht so ein kleiner Putzeimer, eher so ein 20-Liter-Baueimer mit Riss am Boden. Aber solange mein Kopf funktioniert und mein Humor nicht unter Denkmalschutz gestellt wird, ist das Leben für mich keine Tragödie, sondern eine etwas schräg programmierte Komödie mit unerwarteten Plot-Twists.
Ich rolle durchs Leben. Manchmal elegant wie eine Königin auf Staatsbesuch, manchmal wie ein Einkaufswagen mit blockierendem Rad. Aber ich rolle. Und das mit Stil.
Außerdem koche ich gern. Vor Wut. Wenn ich die Dummheit mancher Menschen nicht einfach vorbeiziehen lassen kann, beginne ich zu schreiben. Merkwürdigerweise handeln viele dieser Geschichten aus der Rubrik "Alltäglicher Wahnsinn" am Ende von mir selbst.
Über sich selbst zu schreiben gehört vermutlich zu den schwierigsten Übungen überhaupt. Selbst dann, wenn man Journalistin, Autorin und Content-Creator ist.
Vielleicht fällt es leichter, wenn man mit einer ordentlichen Portion Selbstverliebtheit oder gar einer Überdosis Narzissmus geboren wurde. In meinem Fall ist das leider nicht passiert. In mir wohnt höchstens ein zarter Hauch Misanthropie. Und der hilft erstaunlich wenig dabei, eine Vita mit Glanz zu versehen. Dennoch werde ich mein Möglichstes tun, euch einen kleinen Abriss meiner Person zu liefern, damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt.
Wie würde ich mich selbst beschreiben?
Blond. Graublaue Augen, die an guten Tagen von einem Hauch Cyan umschmeichelt werden und nach Bohnensuppe mit Kir Royal in eine leicht melancholische Graugrün-Phase kippen. 1967 geboren, ausgestattet mit der mentalen Energie von mindestens fünf Zuchtochsen. Körperlich hingegen, nun ja.
Sagen wir es so: Mein Körper hat irgendwann beschlossen, eine eigene Reality-Show zu starten. Titel: "Deutschland sucht den Superdefekt". Während mein Geist Marathon läuft, winkt mein Bewegungsapparat vom Spielfeldrand mit einem Kühlpack und ruft: "Mach du mal."
Ich sitze im Rollstuhl. Nicht als modisches Statement, sondern weil mein Körper und ich seit geraumer Zeit eine sehr lose Geschäftsbeziehung führen. Offiziell gelte ich als schwerbehindert. GdB 100. Mit aG, G und B. Das ist kein besonders exklusiver VIP-Club, eher die Deluxe-Edition des deutschen Sozialgesetzbuchs. Wenn es Sammelkarten gäbe, hätte ich die Glitzer-Version.
Gesundheitlich bin ich also, wie man im Norden sagt, ziemlich im Eimer. Nicht so ein kleiner Putzeimer, eher so ein 20-Liter-Baueimer mit Riss am Boden. Aber solange mein Kopf funktioniert und mein Humor nicht unter Denkmalschutz gestellt wird, ist das Leben für mich keine Tragödie, sondern eine etwas schräg programmierte Komödie mit unerwarteten Plot-Twists.
Ich rolle durchs Leben. Manchmal elegant wie eine Königin auf Staatsbesuch, manchmal wie ein Einkaufswagen mit blockierendem Rad. Aber ich rolle. Und das mit Stil.
Außerdem koche ich gern. Vor Wut. Wenn ich die Dummheit mancher Menschen nicht einfach vorbeiziehen lassen kann, beginne ich zu schreiben. Merkwürdigerweise handeln viele dieser Geschichten aus der Rubrik "Alltäglicher Wahnsinn" am Ende von mir selbst.
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