Dem Journalisten Frank Schmidt-Wyk geht es wie vielen Menschen: Seit dem Tod seines GroĂvaters bedauert er es zutiefst, mit ihm nicht intensiver ĂŒber dessen Erlebnisse als Soldat im Zweiten Weltkrieg
Dem Journalisten Frank Schmidt-Wyk geht es wie vielen Menschen: Seit dem Tod seines GroĂvaters bedauert er es zutiefst, mit ihm nicht intensiver ĂŒber dessen Erlebnisse als Soldat im Zweiten Weltkrieg gesprochen zu haben. Aber vielleicht gibt es einen Weg, das VersĂ€umte nachzuholen? Schmidt-Wyk macht sich auf den Weg durch Deutschland, besucht Ă€ltere Menschen, die das Zeitalter des Nationalsozialismus und den Krieg noch selbst erlebt haben, und lĂ€sst sie erzĂ€hlen: Geschichten von besonderen Momenten, die ihre persönliche Erinnerung an diese Zeit bis heute prĂ€gen. AllmĂ€hlich setzen sich die BeitrĂ€ge zu einem vielschichtigen und facettenreichen Bild des Kriegsalltags zusammen, gezeichnet aus der Perspektive von Zeitgenossen, die damals Kinder, Jugendliche oder junge Frauen und MĂ€nner waren. Die Zeitzeugen schildern, wie sie in den Bombenkellern mit ihren MĂŒttern um ihr Leben zitterten, KampfeinsĂ€tze an der Front ĂŒberstanden, Verfolgung und Naziterror im "Dritten Reich" wahrnahmen, am Kriegsende den Einmarsch der alliierten Truppen erlebten, Opfer von Vertreibung wurden und vieles mehr. Die SchauplĂ€tze reichen von der Nordseeinsel Wangerooge ĂŒber zahlreiche deutsche StĂ€dte bis nach Slowenien, vom besetzten Frankreich bis ins Baltikum. Bereichert werden die Zeitzeugenberichte durch EinschĂ€tzungen des Historikers Takuma Melber (UniversitĂ€t Heidelberg). Das Vorwort schreibt der MilitĂ€rhistoriker Sönke Neitzel ("Deutsche Krieger") von der UniversitĂ€t Potsdam.