Der Törn vom Haff ins Watt: Eine Segelreise über Ost- und Nordsee /// Mit dem Segelboot von Berlin nach Bremen. Da gibt es für den Umzug mit Boot im Gepäck zwei Möglichkeiten: Die vernünftige Route fü
Der Törn vom Haff ins Watt: Eine Segelreise über Ost- und Nordsee /// Mit dem Segelboot von Berlin nach Bremen. Da gibt es für den Umzug mit Boot im Gepäck zwei Möglichkeiten: Die vernünftige Route führt durch den Mittellandkanal und die Weser hinunter — ein paar Tage, die gut planbar sind. Die andere führt außen herum: von den Berliner Gewässern über das Schiffshebewerk Niederfinow in die Oder, ins Stettiner Haff, an der Ostseeküste entlang bis Lübeck, durch den Elbe-Lübeck-Kanal nach Hamburg und schließlich die Unterelbe hinab in die Deutsche Bucht und über die Unterweser nach Bremen. Wer an die Nordsee will, um dort zu segeln, der wählt selten den kürzesten Weg. /// Es ist eine Reise durch drei Welten. Zunächst die Berliner Binnenreviere mit ihrem ganz eigenen Reiz, vorbei am Wannsee und über die Spree mitten durch die Stadt, mit der Oberbaumbrücke und Kreuzberg vom Wasser aus gesehen. Dann die Ostsee: das weite Haff mit seinen Stellnetzen, an denen man genau hinschauen muss, die Warnowmündung als Tor zu einem herrlichen Revier vor Rostock, Warnemünde, Travemünde und die Trave hinauf nach Lübeck. Und schließlich, hinter Hamburg, die Unterelbe als Vorgeschmack auf das, was kommt: das Wattenmeer, die ostfriesischen Inseln, Helgoland — und das Segeln in der Deutschen Bucht und der Unterweser, das mit der Ostsee oder den Binnenrevieren herzlich wenig zu tun hat. /// Die Frage, die mitsegelt: Schaffen sie es überhaupt bis Bremen? Oder wäre die sichere Route durchs Binnenland doch die klügere Wahl gewesen? Das Buch erzählt — mit der nötigen Portion Selbstironie —, woher die steilen Wellen im Hamburger Hafen kommen, welche Herausforderungen im Wattenmeer auf den Ostseesegler lauern und warum Deutschland zwischen Haff und Watt vielfältiger ist, als die meisten ahnen. /// Florian Hanauer, Hamburger Journalist und Segler, verbindet Reiseerzählung mit Hafen-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Das Hamburger Abendblatt nannte das Buch "ein kleines Meisterwerk maritimer Regionalliteratur".