Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und ZÀrtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhÀlt und schön macht. Das wichtig
Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und ZĂ€rtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhĂ€lt und schön macht. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter EinfĂŒhlung erzĂ€hlt. Die Romanreihe Mami setzt einen unerschĂŒtterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lĂ€sst sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen. KinderglĂŒck und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kĂŒndet Mami.Die Sonne stand direkt ĂŒber der Palser Burg und vergoldete die lehmfarbenen TĂŒrme, Erker und Zinnen mit ihren Strahlen. Rechts davon streckte sich »Die schlafende Jungfrau« dem Meer entgegen: Ein Felsmassiv, das sich vorbei an Torella zwischen die StĂ€dte Estartit und L'Escala schiebt. Links dĂ€mmerte die Stadt Pals in trĂ€gem Siesta-Schlaf, und weit hinten, von blĂ€ulichem Dunst verhĂŒllt, erhoben sich die PyrenĂ€en, von denen sich manchmal der Tramontana auf das Land herunterstĂŒrzt, um es zu zerzausen und die Sonnenschirme der Urlauber am Strand umzuwehen. Heute herrschte kein Tramontana. Er hatte sich schon seit Wochen in die Berge zurĂŒckgezogen und tobte dort auf den höchsten Gipfeln, die immer noch mit einer feinen Schneeschicht ĂŒberzogen waren. Justus Landauer stand auf der Terrasse seines Hauses und sah zu eben diesen Gipfeln, die sich schemenhaft aus dem Dunst erhoben. In seinen HĂ€nden hielt er immer noch den Brief, den ihm seine HaushĂ€lterin vor einer halben Stunde gebracht hatte. Es war eigentlich kein Brief, sondern eine ziemlich geschmacklose Doppelkarte mit viel Gold und Flitterkram, der seine glitzernden Spuren auf Justus' Fingern und Unterarm hinterlieĂ. Langsam kehrte er zu der bequemen Gartengarnitur zurĂŒck, die im Schatten der Markise auf Besucher wartete. Justus nahm Platz und las die engbeschriebenen Zeilen noch einmal. ja, nun hat es mich doch erwischt, obwohl Mutter immer sagte, die Frau, der ich einmal die Hand zum Bunde reiche, muĂ erst noch geboren werden. Aber ich habe sie gefunden, und so teile ich Dir ĂŒberglĂŒcklich mit, daĂ ich in wenigen Wochen heiraten werde. Ich möchte so gern, daĂ Du an diesem Tag bei mir bist. Hier verzogen sich Justus' Lippen zu einem spöttischem LĂ€cheln. Nicht regelmĂ€Ăig miteinander verkehren, das hört sich so verdammt geschraubt an, daĂ es nur von Mechthild stammen konnte. Himmel, wir sind doch keine Busse! Justus verzog das Gesicht, als hĂ€tte er in eine Zitrone gebissen. Der sogenannte Freund trug sich zwar mit dem Gedanken zu heiraten, aber das Wörtchen »wir« ging ihm anscheinend weder von den Lippen noch aus der Feder!