Genrekino hat es schwer in Deutschland. Abseits der Komödie und dem Kriminalfilm im Fernsehen scheint sich hier eine klaffende LĂŒcke aufzutun, die umso gröĂer wird, je fantastischer die Stoffe werden.
Genrekino hat es schwer in Deutschland. Abseits der Komödie und dem Kriminalfilm im Fernsehen scheint sich hier eine klaffende LĂŒcke aufzutun, die umso gröĂer wird, je fantastischer die Stoffe werden. Science-Fiction, Horror und Fantasy finden nur selten ihren Weg auf die groĂe Leinwand, scheitern oft schon frĂŒh an der Finanzierung und werden argwöhnisch von den Zuschauerinnen und Zuschauern beĂ€ugt. Der Genrefilm fristet heute ein Nischendasein, ist AuĂenseiter in dem Land, das Klassiker des fantastischen Films wie Der Golem, wie er in die Welt kam, Nosferatu, eine Symphonie des Grauens oder Metropolis hervorgebracht hat. Um diese vermeintliche Leerstelle mit Leben zu fĂŒllen, hat das letztjĂ€hrige FILMZ-Symposium sich auf eine Spurensuche in der jĂŒngeren Kino- und Fernsehgeschichte begeben. Der vorliegende Begleitband spiegelt die Ergebnisse dieses Unterfangens wider und wirft Schlaglichter auf Titel wie German Angst, Der Nachtmahr, Rammbock oder Wir sind die Flut. Seine BeitrĂ€ge fragen nach Ursachen der weitverbreiteten Ablehnung, spĂŒren aktuellen Tendenzen innerhalb der Filme nach und bringen ihr sozialkritisches Potenzial ans Licht. Sie lassen de Genrefilm aus dem Schatten hervortreten und machen "Fantastisches in dunklen SĂ€len" zur ersten Anlaufstelle fĂŒr deutschsprachiges Fantastikkino.