Seit fast zwanzig Jahren arbeitet GrĂŒn als Pfleger auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie. Manche Patienten kommen immer wieder, andere verschwinden, bevorer ihre Namen kennt. Aber sie fĂ€llt
Seit fast zwanzig Jahren arbeitet GrĂŒn als Pfleger auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie. Manche Patienten kommen immer wieder, andere verschwinden, bevorer ihre Namen kennt. Aber sie fĂ€llt ihm auf. Wer ist diese Frau? Annika Domainko erzĂ€hlt die aufwĂŒhlende Geschichte zweier haltloser Menschen, sie erzĂ€hlt von der Angst vor dem Zusammenbruch, von Kontrollverlust und Macht. «UngefĂ€hre Tage» ist ein Roman, der auf der Suche nach Gewissheit jede Sicherheit infrage stellt.Sie ist Patientin auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie, leidet an Wahnvorstellungen, hört Stimmen, doch dann gibt es wieder diese Momente völliger Klarheit. GrĂŒn, der als Pfleger auf Station arbeitet, ist wie gebannt von dieser Frau. Durch sie scheint er seinen stumpfen Routinen zu entkommen und wagt es sogar, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Endlich kann er sprechen, von sich, von dem, wofĂŒr er zuvor keine Worte hatte. Und auch wenn der Halt, nach dem er greift, lose ist, könnte diese Frau doch seine Rettung bedeuten. WĂ€re es denn so fatal, sich nĂ€herzukommen? Und wie groĂ ist die Gefahr, in einem fremden Leben zu verschwinden? «UngefĂ€hre Tage» ist das Psychogramm zweier Menschen im Ausnahmezustand. Wie unter einem Brennglas leuchtet diese Geschichte Machtmissbrauch, Manipulation und menschliche AbgrĂŒnde aus.