Der Begriff Lebensraum wird heute nahezu ausschlieĂlich mit der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik assoziiert, er entwickelte sich jedoch bereits im Kontext kolonialer Eroberu
Der Begriff Lebensraum wird heute nahezu ausschlieĂlich mit der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik assoziiert, er entwickelte sich jedoch bereits im Kontext kolonialer Eroberungen. Eine weltanschauliche KontinuitĂ€t anzunehmen liegt nahe. Eindrucksvoll zeigt Ulrike Jureit hingegen anhand eines breiten Spektrums rĂ€umlich-politischer OrdnungsentwĂŒrfe, dass sowohl KontinuitĂ€ten als auch signifikate BrĂŒche den Weg von der kolonialen Landnahme zur nationalsozialistischen Raumpolitik kennzeichneten. Der innovative Gehalt dieser Arbeit liegt in der VerschrĂ€nkung von Theorie-, Akteurs- und Handlungsperspektiven unter Einbeziehung kartographischer ReprĂ€sentationen. Das Buch leistet einen bedeutenden Beitrag sowohl zur neueren Raumdiskussion in den Sozialwissenschaften als auch zur Geschichte des Nationalsozialismus.