T. J. de Boers "Geschichte der Philosophie im Islam" bietet eine konzise, zugleich gelehrte Darstellung der Entstehung, Entfaltung und Wirkung islamischer Philosophie vom Übersetzungszeitalt
T. J. de Boers "Geschichte der Philosophie im Islam" bietet eine konzise, zugleich gelehrte Darstellung der Entstehung, Entfaltung und Wirkung islamischer Philosophie vom Übersetzungszeitalter bis zur Begegnung mit der lateinischen Scholastik. Das Werk verbindet ideengeschichtliche Analyse mit philologischer Umsicht und behandelt Kalām, aristotelisch-neuplatonische Spekulation, Mystik und die großen Denker von al-Kindī, al-Fārābī und Ibn Sīnā bis al-Ġazālī und Ibn Rušd. Sein Stil ist nüchtern, systematisch und historisch vergleichend; im Kontext der europäischen Orientalistik um 1900 markiert es einen wichtigen Versuch, islamisches Denken als eigenständige philosophische Tradition zu begreifen. De Boer, niederländischer Orientalist und Philosophiehistoriker, war durch seine Kenntnis semitischer Sprachen, griechischer Philosophie und mittelalterlicher Geistesgeschichte besonders befähigt, Vermittlungsprozesse zwischen Antike, Islam und christlichem Europa sichtbar zu machen. Sein wissenschaftliches Interesse galt weniger einer bloßen Chronik als der Frage, wie religiöse Offenbarung, rationale Spekulation und politische Kultur einander formten. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die eine zuverlässige Einführung in die intellektuelle Welt des klassischen Islams suchen. Trotz seines Alters bleibt es als historisches Dokument und als klar strukturierter Überblick wertvoll.Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.