Neuausgabe des Buches aus dem Jahr 1846.Aus dem Ănhalt: Der KapitĂ€n war ein junger Mann von ungefĂ€hr dreiĂig Jahren und von mittlerer GröĂe. Sein Körper, obwohl eisenstark, war schlank und feingeb
Neuausgabe des Buches aus dem Jahr 1846.Aus dem Ănhalt: Der KapitĂ€n war ein junger Mann von ungefĂ€hr dreiĂig Jahren und von mittlerer GröĂe. Sein Körper, obwohl eisenstark, war schlank und feingebaut; seine HĂ€nde zeugten nicht von tĂ€glicher Arbeit; doch eine Narbe, die quer ĂŒber die fĂŒnf Finger der rechten Hand lief, lieĂ vermuten, dass er dem blutigen Kriegshandwerk nicht fremd war. Seine Schultern waren breit und stĂ€mmig, seine Brust stark gewölbt. Sein Kopf war schön, so schön ihn nur ein Maler zum Nachbilden hĂ€tte wĂŒnschen mögen. Eine gut geformte Stirne, ĂŒber welche die kurzen schwarzen Haare ordnungslos herabhingen, deutete auf reiche GeisteskrĂ€fte des jungen Mannes, und die brennend schwarzen Augen, die in seinen Augenhöhlen glĂŒhten, zeigten, dass heftige Leidenschaften seine Seele durchwĂŒhlen mussten. Seine feingeschnittene und etwas gebogene Nase, seine eher dicken als eingekniffenen Lippen, waren zwei GegenstĂ€nde, die zu gleicher Zeit vermuten lieĂen, dass es dem jungen Manne von Natur weder an Tapferkeit noch an Verwegenheit fehlte. Das MerkwĂŒrdigste von allem war eine gewisse trĂ€umerische Schwermut, die ĂŒber sein ganzes Gesicht verbreitet lag. Seine Kleider waren fĂŒr die warme Jahreszeit eingerichtet. Ein Strohhut bedeckte ihm den Kopf, eine rote SchĂ€rpe umschloss seine HĂŒften und diente dazu, seine weiten, weiĂen Beinkleider festzuhalten. Eine seidene Binde war lose um seinen gebrĂ€unten Hals geschlungen und stach krĂ€ftig gegen sein feines Linnenhemd ab. Eine blaue Jacke, mit goldenen Knöpfchen besetzt, umfing seinen Leib. Ein silbernes Pfeifchen hing ihm an einer seidenen Schnur auf die Brust herab, und in seiner SchĂ€rpe sah man einen einfachen Dolch stecken. Dieser junge Mann nannte sich Fernand van Imschote.