Die Seele war nie stumm. Wir hatten nur verlernt zuzuhören. Fast jeder kennt den Moment: Ein Traum hängt einem morgens nach, so eigentümlich bedeutungsvoll, dass man sicher ist – das wollte mir etwas
Die Seele war nie stumm. Wir hatten nur verlernt zuzuhören. Fast jeder kennt den Moment: Ein Traum hängt einem morgens nach, so eigentümlich bedeutungsvoll, dass man sicher ist – das wollte mir etwas sagen. Und gleich danach kommt die zweite, anerzogene Stimme: Stell dir nichts vor. Dieses Buch ist für den Raum zwischen diesen beiden Stimmen geschrieben. Denn beide führen in die Irre, wenn man ihnen allein folgt: die eine in den Aberglauben, in dem kein Vogel mehr einfach fliegt – die andere in die Taubheit gegenüber der leisesten und ehrlichsten Sprache, die der Mensch besitzt. Teil I – Wie die Seele spricht: Warum die Seele in Bildern spricht, die fünf Gesetze der Bildsprache, die vier Kanäle (Traum, Körper, Wiederholung, Synchronizität), der Vier-Schritte-Gang ehrlicher Deutung, das Deutungs-Tagebuch – und die reife Kunst, nicht zu deuten. Teil II – Die große Traumlehre: Was Träume wirklich sind, die sieben Traumarten, die besonderen Träume und die ehrliche Frage nach der Vorausschau, die Grammatik der Trauminhalte, Albträume als Boten, wiederkehrende Träume, die bewegende Begegnung mit Verstorbenen im Traum und die Kunst des luziden Träumens. Teil III – Zeichen, Synchronizität und Omen: Wie man echte Zeichen von Zufall unterscheidet, was seriös über Synchronizität gesagt werden kann, Tiere und Naturzeichen als Seelenspiegel, die Wahrheit über „Engelszahlen" – und die fünf Prüfsteine, die Deuten vom Aberglauben trennen. Teil IV – Das große Symbol-Lexikon: 440 Bilder von A bis Z. Aber anders als jedes Lexikon, das Sie kennen: Kein Eintrag verkündet, was ein Symbol bedeutet. Jeder öffnet einen Möglichkeitsraum, nennt die Bandbreite – und stellt die Fragen, mit denen Sie Ihre eigene, persönlich gültige Deutung finden. Denn Ihre Schlange ist nicht meine Schlange. Dazu acht Anhänge: Vorlagen für Ihr Deutungs-Tagebuch, ein geführtes 30-Tage-Einstiegsprogramm, zwanzig ehrliche Fragen aus der Praxis, die Lehre in 19 Merksätzen, der Lesewege-Kompass, sieben Traumgeschichten aus der Praxis, ein Themen-Register des Lexikons und ein Glossar. Was dieses Buch anders macht: keine festen Bedeutungen, keine Zukunftsdeutung, keine Angstmacherei. Stattdessen klare Grenzen zu Medizin und Psychotherapie, ein ganzes Kapitel gegen den Deutungszwang – und auf jeder Seite das Ziel, Sie unabhängig zu machen: Am Ende sollen Sie Ihre Träume selbst verstehen können, ohne je wieder einen Deuter dafür bezahlen zu müssen.