DREI MĂ€nner kamen ĂŒber den Horizont. Der erste kam ĂŒber den Pass, der zweite das Tal hinauf, und der dritte kam ĂŒber die Ebene aus der Richtung der Bahnlinie. Alle drei waren auf dem Weg nach Loomis,
DREI MĂ€nner kamen ĂŒber den Horizont. Der erste kam ĂŒber den Pass, der zweite das Tal hinauf, und der dritte kam ĂŒber die Ebene aus der Richtung der Bahnlinie. Alle drei waren auf dem Weg nach Loomis, und einer von ihnen sollte noch vor dem Morgen sterben.Der Mann auf dem Pass war Rance Tucker, der ein Paar kleine Mustangs vor seinen Wagen spannte, die ĂŒber die Steine und die eisigen Spurrillen des Weges hĂŒpften und tanzten. WĂ€hrend der Fahrt lehnte er sich in seinem Sitz ein wenig nach vorn, als ob ihn schon diese leichte Neigung des Körpers seinem Ziel ein entscheidendes StĂŒck nĂ€her brĂ€chte. Er war ein groĂer Mann in den frĂŒhen Vierzigern, mit rauen Knochen, einem wettergegerbten Gesicht und einem groĂen, schroffen Kiefer. Als er aus der MĂŒndung des Passes herauskam, blickte er zunĂ€chst Ă€ngstlich hinter sich, denn er glaubte, das Getrappel der Hufe eines durch die Schlucht galoppierenden Pferdes gehört zu haben. Aber das konnte nur Einbildung sein, denn seit Tagen hatte sich eine Angst in ihm breit gemacht.Als er die eisenfarbenen WĂ€nde der Schlucht hinter sich sah und nichts Lebendiges mehr dazwischen, peitschte er die Mustangs erneut an, bis sie mit dem Hinterteil stieĂen, die SchwĂ€nze wedelten und protestierend den Kopf schĂŒttelten. Aber wie es ihrer Art entsprach, taumelten sie nur fĂŒr einen Augenblick in einen schnellen Galopp und fielen dann wieder in den Hundetrab zurĂŒck, der alles war, was sie von einer StraĂengangart kannten.Tucker vergaĂ fĂŒr einen Moment, sie zu peitschen, und starrte durch die DĂŒsternis des Winterabends hinunter ins Loomis Valley. Es war eine schwere DĂ€mmerung, denn der Himmel war grau verhangen, und lange Schattenarme streckten sich vom Himmel zur Erde, bedeckten die Berge, verdeckten völlig die ebenen FlĂ€chen der WĂŒste und drĂ€ngten sich ĂŒber das untere Ende des Tals selbst. Es lag die spröde KĂ€lte des Frostes in der Luft, und wahrscheinlich wĂŒrde der Boden noch vor dem Morgen mit WeiĂ bedeckt sein. Aber die Dunkelheit diente nur dazu, die Lichter von Loomis deutlicher leuchten zu lassen, eine kleine helle Ansammlung in der Mitte des Tals.