Psychoanalyse interessiert sich weniger fĂŒr die organisierte, genitale SexualitĂ€t, sondern vielmehr fĂŒr das anarchische, verdrĂ€ngte, unbewusste Sexuelle. Sie fragt nach der infantilen SexualitĂ€t im Er
Psychoanalyse interessiert sich weniger fĂŒr die organisierte, genitale SexualitĂ€t, sondern vielmehr fĂŒr das anarchische, verdrĂ€ngte, unbewusste Sexuelle. Sie fragt nach der infantilen SexualitĂ€t im Erwachsenen. Kai Rugenstein diskutiert, orientiert an Sigmund Freud und Jean Laplanche, die Leitgedanken einer intersubjektiv ausgerichteten Triebtheorie und deren Implikationen fĂŒr die psychoanalytische Praxis. Dabei wird deutlich, wie es in Analysen jenseits eines bloĂen Redens ĂŒber SexualitĂ€t darum geht, eine Weise des Deutens zu finden, welche die Dynamik des unbewussten Sexuellen in der Ăbertragung mobilisiert und so blockierte Entwicklungsmöglichkeiten bei Patientinnen und Patienten wiederbelebt. Besondere Beachtung gilt demnach dem Arbeiten mit und in der Ăbertragungsliebe.