Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sop
Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.Gespannt waren die vielen Kinderaugen auf den Tierpfleger Helmut Koster gerichtet, der eben den Esel Fridolin vor das alte, aber renovierte Gig spannte. »So, mein kleines Fräulein, nun kannst du einsteigen«, forderte Helmut Koster das kleine Mädchen, das aus dem Allgäu stammte, freundlich auf. »Aber ich bin doch noch nie mit einem Eselswagen gefahren«, erklärte Martina mit einem unsicheren Lächeln. Henrik, der im gleichen Alter wie Martina Weber war, sich aber auch bedeutend erwachsener fühlte, sagte: »Ich fahre mit dir zusammen. Gib mir die Zügel. Uns beide zieht Fridolin leicht.« Martina atmete tief auf. Man sah ihr deutlich an, wie sehr sie diese Lösung begrüßte. Erleichtert stieg sie in den Gig ein. »Und ich laufe mit Billy nebenher!«, rief Heidi, die im Stillen gehofft hatte, auch mitfahren zu dürfen. »Fridolin läuft ja niemals sehr schnell.« Billy war ein Liliput-Pferdchen mit einem braun-weiß gelockten Fell. Andrea von Lehn, die blutjunge Frau des Tierarztes, hatte das Pferdchen von einem texanischen Züchter gekauft. Ihm war es gelungen, durch Kreuzungen diese kleine Pferderasse zu züchten. Ihre Schulterhöhe betrug höchstens siebzig Zentimeter. Billy war zutraulich wie ein Hündchen und lief seiner jungen Herrin Andrea draußen auf Schritt und Tritt nach. »Gut, Heidi!«