Die Riesenwelle

Hildegard Schumacher

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Beschreibung zu „Die Riesenwelle“

Dieser Junge, Klaro, zehn Jahre alt, der hat einen ganz besonderen Vater. Sein Vater, der kann etwas ganz Besonderes, was viel Kraft verlangt. Er kann sich mit mächtigem Schwung wie ein Propeller um die Teppichstange drehen. Es sieht wunderbar leicht aus, so, als könne er fliegen. Und das sogar dreimal hintereinander. Das also ist gemeint, wenn der Buchtitel „Die Riesenwelle“ heißt.
Aber das wird erst später wieder wichtig. Denn jetzt gibt es erstmal eine Veränderung in der Schule. Klaro, der eigentlich richtig Carlos heißt, geht in die Klasse 4b. Seine Klassenlehrerin ist Frau Hinrichs. Und die hat eines Tages eine wichtige Mitteilung zu machen: „In der nächsten Zeit wird manches anders werden“, sagte Frau Hinrichs und setzte sich. Und dann erfahren ihre Schüler die Neuigkeit: „Für einige Monate werde ich nicht bei euch sein.“ Denn zusätzlich zu den 27 Kindern in ihrer Klasse wollte sie jetzt ein eigenes Kind bekommen. So lange werde Herr Zwiemann von der Parallelklasse auch ihre Klasse übernehmen. Doch da regt sich Widerstand, heftiger Widerstand sogar: Herrn Zwiemann, den wollten wir nicht! Er hat die 4 a. Seine Klasse liegt im Wettbewerb dicht hinter uns. In Sport und Mathe sind wir besser. Eindeutig! In Deutsch gleich. Aber bei uns ist mehr los. „4b wie Bumskopp“ nennen die von Herrn Zwiemann uns. Was dasselbe wie Dussel heißen soll. Wir rufen dafür: „4a wie Affe.“ So gern haben wir uns. Wie man unschwer erkennen kann, dürften die kommenden Monate für die beiden vierten Klassen nicht so einfach werden – zwei Klassen, ein Klassenlehrer. Aber eine Freundschaft sieht anders aus.
Und Klaro hat noch eine ganz eigene Abneigung: Kathi Klamann von der 4a kann ich noch weniger leiden. Mama arbeitet mit ihrer Mutter zusammen und schleppt die Streberliese ab und zu in unser Haus. Dann soll ich mit ihr spielen. Doch auf dem Boden fürchtet sie sich vor Spinnen, im Keller sind es die Mäuse. Und überhaupt. Ich drück mich am liebsten, wenn es auf Familienbesuch zu Klamanns geht. Kathi ist ein Vorbild für dich, sagt Mama, in allen Fächern Eins. Ph, und nicht mal ’nen Frosch anfassen!
Natürlich findet Kathi Herrn Zwiemann prima. Was der für eine lange spitze Nase hat! Die steckt er nun in unsere Klasse. Bestimmt hat er sich nach der Vertretung gedrängelt, damit sie uns unterkriegen können, er und seine 4 a. Dass er bloß zu seiner Klasse halten würde, war für mich klarer als Großvaters Verdauungsschnaps.
Wie wird das nur alles ausgehen?

Über Hildegard Schumacher

Hildegard und Siegfried Schumacher
Siegfried Schumacher wurde am 9. August 1926 in Oderberg/M. geboren, wo er auch die ersten vier Grundschulklassen besuchte. 1937 zogen seine Eltern nach Bad Freienwalde, wo er das Gymnasium mit dem Notabitur abschloss. 1943 wurde er zur Marine einberufen. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft wurde er Neulehrer.
Hildegard Schumacher wurde am 10. September 1925 in Eberswalde geboren. Sie besuchte die Lehrerbildungsanstalt und arbeitete seit 1964 als Lehrerin.
Hildegard und Siegfried Schumacher heirateten 1947.
Beide studierten am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig und lebten seit 1962 als freischaffende Künstler in Bad Freienwalde. Gemeinsam schrieben sie Kinder- und Jugendbücher und gründeten 1964 in Bad Freienwalde und im Bezirk Frankfurt/Oder Zirkel schreibender Schüler, die immer noch bestehen. Ihre Bücher erreichten insgesamt eine Auflage von 1,6 Millionen, in über 3 Millionen Anthologien sind Beiträge von ihnen enthalten.
Am 27. April 2003 verstarb Hildegard Schumacher.
Siegfried Schumacher lebt gemeinsam mit der Familie seiner Tochter in Bad Freienwalde und ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Die Allgemeine Förderschule Angermünde trägt seit 2003 seinen Namen.
Hidegard und Siegfried Schumacher erhielten den Alex-Wedding-Preis, den Kleist-Preis der Stadt Frankfurt/Oder und den Kunstpreis der FDJ.
Bibliografie:
- Ramme sucht Beweise. Erzählungen, Kinderbuchverlag, Berlin 1965
- Die Geburtstagsstraße, Kinderbuchverlag, Berlin 1967
- Entscheidung in der Schlangenbucht, Kinderbuchverlag, Berlin 1968
- Der Zauberlöwe, Kinderbuchverlag Berlin, 1969
- Reini und sein Freund der Funker, Kinderbuchverlag, Berlin 1969
- Unser Ferkel Eduard, Kinderbuchverlag, Berlin 1970
- Sommerinsel, Verlag Neues Leben, Berlin 1971 (auch polnisch)
- Die Riesenwelle, Kinderbuchverlag, Berlin 1973
- Andy, Chef der Familie, Kinderbuchverlag, Berlin 1975
- Pfeif auf ne Perücke, Kinderbuchverlag, Berlin 1978
- Kirschenkosten, Verlag Neues Leben, Berlin 1978
- Der Junge mit dem großen schwarzen Hund, Kinderbuchverlag, Berlin 1980, von der DEFA 1986 verfilmt
- Der Brillenindianer, Kinderbuchverlag Berlin, 1982 (auch polnisch)
- Susis sechs Männer, Verlag Neues Leben, Berlin 1984
- Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, Francksche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1987
- Andys Reise ins Morgenland, Kinderbuchverlag, Berlin 1987
- Laternentraum, Verlag Neues Leben, Berlin 1988
- Wie Daniel Dornröschen wachküsst, Schneiderbuch, 1993
- Sommer mit Judith. Erzählungen, Die Furt, Jacobsdorf 1999
- Bratapfelzeit. Weihnachtsgeschichten, Die Furt, Jacobsdorf 1999
- Großmutters Rock, Erzählungen, Die Furt, Jacobsdorf 2000
- Fast ein Sonntagskind. Erzählungen, Die Furt, Jacobsdorf 2005
- Davongekommen allem Heil und Unheil, Die Furt, Jacobsdorf 2008


Verlag:

EDITION digital

Veröffentlicht:

2015

Druckseiten:

ca. 101

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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