Ausgangspunkt und Zentrum des Ansatzes von Karol Wojtyla ist die Person. In seiner Theorie der Teilhabe wird folglich PersonalitÀt - neben SolidaritÀt und SubsidiaritÀt - zum leitenden Prinzip eines P
Ausgangspunkt und Zentrum des Ansatzes von Karol Wojtyla ist die Person. In seiner Theorie der Teilhabe wird folglich PersonalitĂ€t - neben SolidaritĂ€t und SubsidiaritĂ€t - zum leitenden Prinzip eines Personalismus, der sich sowohl in Vernunft (Kant) als auch in Liebe (Scheler) begrĂŒndet. Auf diesem Hintergrund kann personalistische PĂ€dagogik im Dialog mit fĂŒhrenden Vertretern der Erziehungswissenschaft herausgearbeitet und konturiert werden.Karol Wojtyla, der akademische Lehrer aus der Lubliner Schule der Philosophie und spĂ€tere Papst Johannes Paul II., wollte mit seiner kritischen Theorie der Teilhabe von Anfang an politische und soziale VerhĂ€ltnisse in Frage stellen und verbessern. Nach der von ihm maĂgeblich unterstĂŒtzten friedlichen Revolution in Polen, die sein Heimatland in eine westliche Demokratie, in die EuropĂ€ische Union und in die NATO fĂŒhrte, stellt sich heute erneut in drĂ€ngender Weise die Frage, wie ein friedliches und gedeihliches Miteinander von Menschen, Völkern und Staaten aussehen soll. Es geht in diesem Buch folglich um die richtige Form humanen Zusammenlebens, wie sie die Theorie der Teilhabe in sozialphilosophischer, soziologischer, politischer und pĂ€dagogischer Perspektive vorstellen will.