In "Demokratie und Weltkrieg" untersucht Gustaf Fredrik Steffen den Ersten Weltkrieg nicht bloß als militärisches Ereignis, sondern als geschichtliche Bewährungsprobe moderner Gesellschaften
In "Demokratie und Weltkrieg" untersucht Gustaf Fredrik Steffen den Ersten Weltkrieg nicht bloß als militärisches Ereignis, sondern als geschichtliche Bewährungsprobe moderner Gesellschaften. Mit soziologischer Schärfe verbindet er politische Analyse, kulturkritische Diagnose und moralphilosophische Reflexion. Der Stil ist argumentativ, dicht und gelehrt; im Kontext der europäischen Kriegs- und Demokratiedebatten fragt das Werk nach den Bedingungen, unter denen Volkssouveränität, soziale Gerechtigkeit und internationale Ordnung bestehen können. Steffen, schwedischer Nationalökonom, Soziologe und politischer Denker, gehörte zu jener Generation nordischer Intellektueller, die Industrialisierung, Klassenfrage und Parlamentarisierung als zusammenhängende Probleme begriffen. Seine wissenschaftliche Beschäftigung mit Sozialpolitik und gesellschaftlicher Entwicklung erklärt die Perspektive dieses Buches: Der Krieg erscheint ihm als Symptom tiefer institutioneller und ökonomischer Spannungen, nicht als bloßer Ausbruch nationaler Leidenschaften. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die geistige Landschaft Europas während des Weltkriegs verstehen möchten. Es bietet keine einfache Chronik, sondern eine prinzipielle Deutung von Demokratie unter extremem Druck. Gerade deshalb bleibt Steffens Studie aufschlussreich für alle, die nach den historischen Wurzeln moderner Krisenpolitik fragen.Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.