Der Geisterseher

Aus den Memoires des Grafen von O**


Friedrich Schiller

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5.0

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Beschreibung zu „Der Geisterseher“

Über Friedrich Schiller

Friedrich Schiller (1759-1805) wurde in Marbach geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1776 studierte er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen an der Militärakademie Karlsschule in Stuttgart Medizin und arbeitete anschließend als Regimentsarzt. 1782 war Schiller trotz eines Verbots des Herzogs bei der umjubelten Uraufführung der «Räuber» in Mannheim zugegen; er wurde mit Arrest und Schreibverbot bestraft. Er floh über Mannheim, Leipzig und Dresden nach Weimar. 1789 wurde er zum außerordentlichen Professor der Geschichte und Philosophie in Jena berufen. Er litt unter ständigen Geldsorgen, die auch seine Gesundheit angriffen. 1799 siedelte er erneut nach Weimar um, wo er im Alter von nur 45 Jahren starb.

Verlag:

Passerino

Veröffentlicht:

2022

Druckseiten:

ca. 136

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

Keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

1 Kommentar zu „Der Geisterseher“

Büchergeschichten – 27.10.2024
Ein vergessenes Meisterwerk! Zugegeben, ich habe mich mit Schiller nie so eingehend beschäftigt, wie mit Goethe, Hugo oder Lenau, der mein absoluter Lieblingsdichter ist. Schiller war immer im Hintergrund, auch wenn ich natürlich die Werke "Die Bürgschaft", "Das Lied der Glocke" und "Maria Stuart" von ihm gelesen habe. "Der Geisterseher" ist ein Textfragment, welches von Schiller in mehreren Jahren begonnen und wieder (leider) verworfen wurde. So beinhaltet das Stück gerade einmal 100 Seiten. Zu Lebzeiten Schillers wurde es als Romanfolge in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht und galt als das meistgelesene und beachteste Werk des Autors. In Vorbereitung eines Romans von Kai Meyer las ich dieses Werk nun mit großem Vergnügen. Schillers Werk ist heute leider fast vergessen, wer sich aber je mit den Séancen des 19. Jahrhunderts beschäftigt hat, weiß, dass sogar Kronprinz Rudolf und Erzherzog Johann Salvator (später Johann Orth) ein "Medium" der Scharlatanerie entlarvt haben. Ähnlich wie im Werk von Erzherzog Johann Salvator wird Graf O** Zeuge einer Entlarvung, hadert aber mit der Todesvorhersage "des Armeniers" im Bezug auf seinen Cousin. Schillers Romanfragment ist teils prosaisch, aber auch - laienhaft formuliert - sehr einfach geschrieben, was nicht zu seinen mir bekannten Werken passt. Der Stil hat etwas von "Unterhaltungsliteratur", heute würde es "Mainstream"-Buch heißen. Allerdings und das unterscheidet das Werk, von allen anderen Schillers Werken, ist dieses der Vorreiter für viele Krimi-, Horror- und Thrillerautoren. Séancen, Medium, Geister, Tod und Mord beschäftigen heute ganze Genrereihen von Buch bis Film und Serie sind diese beeinflusst von Schillers "Der Geisterseher". ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Absolut lesenswert, unterhaltsam und faszinierend.

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