Das hatte sich der mĂ€nnliche GroĂstadt-Single dann doch etwas anders vorgestellt. Ein grandioses Abenteuer sollte der Ausflug in die AuĂerkörperlichkeit werden â eine Unterbrechung des öden Gleichlauf
Das hatte sich der mĂ€nnliche GroĂstadt-Single dann doch etwas anders vorgestellt. Ein grandioses Abenteuer sollte der Ausflug in die AuĂerkörperlichkeit werden â eine Unterbrechung des öden Gleichlaufs seines Lebens. Doch stattdessen begegnete er dabei Mr. Alien, der fortan als fremdes Bewusstsein in seinem Gehirn lebte und ihn von dort aus zu manipulieren begann. Er musste Mr. Alien wieder los werden â und zwar so schnell wie nur irgendwie möglich. Dieser machte seine Kooperationsbereitschaft jedoch von einer Forderung abhĂ€ngig: Er sollte sich zuerst in Meditation ĂŒben, um innere Ruhe zu entwickeln. Meditation? Alles was der GroĂstadt-Single mit diesem Wort verband, waren verweichlichte Hippies und eine unbequeme Sitzhaltung. Daraus entbrannte eine hitzige Diskussion ĂŒber den Sinn und Unsinn von RĂ€ucherstĂ€bchen, Gebetsfahnen und Mantras â insbesondere dem bekannten âOm-Mani-Padme-Hungâ. Mr. Alien versuchte ihm den tieferen Sinn jeder einzelnen Silbe zu erklĂ€ren. Er sprach von störenden Emotionen, wie Stolz, Eifersucht, Begierde und Hass. In blumigen Worten erzĂ€hlte er von GötterzustĂ€nden, Halbgöttern, dem Daseinsbereich der Menschen und von den Qualen der Höllenwesen. Der eher an die Erkenntnisse der Quantenphysik als an Götter und Höllen glaubende GroĂstadt-Single, tat all dies ab als MĂ€rchen aus dem Religionsunterricht. Unverhohlen machte er sich darĂŒber lustig. Aber an dem Besuch einer Meditationsgruppe kam er dadurch trotzdem nicht vorbei. Eines Tages schien Mr. Alien dann wie vom Erdboden verschluckt. Zuerst freute er sich darĂŒber, sein vermeintlich gröĂtes Problem endlich los zu sein. Aber bald darauf wurde er mit einem noch viel gröĂeren konfrontiert, denn Mr. Alien begann sich nun in seiner Wirklichkeit zu verkörpern.