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Beschreibung zu „Das wirkliche Leben“

Über Adeline Dieudonné

Adeline Dieudonné, geboren 1982, lebt mit ihren Töchtern in Brüssel. Nach mehreren preisgekrönten Erzählungen und einem erfolgreichen One-Woman-Theaterstück entwickelte sich ihr Romandebüt ›Das wirkliche Leben‹ zu einem großen internationalen Bestseller. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, ihre Bücher in über zwanzig Sprachen übersetzt. Seitdem erschienen bei dtv der Text ›Bonobo Moussaka‹ sowie die Romane ›23 Uhr 12‹ und ›Bleib‹.

Verlag:

dtv

Veröffentlicht:

2020

Druckseiten:

ca. 127

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

5 Kommentare zu „Das wirkliche Leben“

Ein Punkt Abzug, weil es zu kurz war. Aber sehr lesenswert

Eine sehr intensive, aber auch gewaltvolle Geschichte. Trotzdem fesselnd!

Michaela – 03.09.2026
Ein außergewöhnliches Buch, so toll geschrieben, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

Das Buch ist Seelenlos geschrieben, noch dazu die Story total unlogisch und schwachsinnig. Wenn es wenigstens gut geschrieben wäre, hätte man daraus einen super Psychothriller oder Horror Thriller machen können.

Das wirkliche Leben von Adeline Dieudonné ist definitiv kein Buch, das man leicht und unbeschwert nebenbei liest. Es ist brutal, bedrückend und teilweise schwer auszuhalten – und gleichzeitig so mitreißend und spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Im Mittelpunkt steht ein junges Mädchen, das gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter mit einem gewalttätigen Vater zusammenlebt. Nach außen wirkt die Familie zunächst wie eine ganz normale Familie. Doch hinter der Fassade herrschen Angst, Gewalt und Hilflosigkeit. Der Vater ist unberechenbar und brutal, während die Mutter immer mehr in ihrer Angst und ihrer eigenen Hilflosigkeit verschwindet. Das Mädchen erkennt schon früh, dass sie sich auf niemanden verlassen kann und versucht deshalb, ihren eigenen Weg zu finden und vor allem ihren Bruder zu beschützen. Besonders beeindruckend fand ich die Protagonistin. Obwohl sie noch ein Kind ist, entwickelt sie eine unglaubliche Stärke und einen starken Überlebenswillen. Sie beobachtet ihre Umgebung genau, denkt viel nach und versucht mit allen Mitteln, einen Ausweg aus ihrem Leben zu finden. Dabei bleibt sie trotzdem glaubwürdig, weil sie nicht wie eine perfekte Heldin dargestellt wird. Sie hat Ängste, macht Fehler und ist manchmal selbst überfordert. Gerade dadurch konnte ich mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Die Darstellung der Gewalt ist schonungslos und teilweise wirklich erschütternd. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie sich Gewalt auf eine ganze Familie auswirken kann und wie schwer es für die Betroffenen sein kann, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Besonders bedrückend ist dabei, dass die Gewalt nicht nur körperliche Spuren hinterlässt, sondern auch die Persönlichkeit und das Verhalten der Familienmitglieder verändert. Trotz der schweren Thematik ist das Buch unglaublich spannend geschrieben. Dieudonné baut von Anfang an eine bedrückende Atmosphäre auf und lässt die Spannung immer weiter ansteigen. Man möchte wissen, ob die Protagonistin es schafft, sich aus dieser Situation zu befreien und ob sie ihren Bruder retten kann. Dadurch entsteht ein regelrechter Sog, der mich immer weiterlesen ließ. Auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt. Die Autorin schreibt bildhaft, direkt und teilweise sehr ungewöhnlich. Gerade diese Mischung aus einer kindlich wirkenden Erzählperspektive und den teilweise grausamen Ereignissen macht die Geschichte so eindringlich. Mein Fazit: Das wirkliche Leben ist keine leichte Kost und sicherlich nicht für jeden Leser geeignet. Die Gewalt und einige Szenen sind sehr drastisch und können durchaus verstörend wirken. Trotzdem hat mich das Buch sehr beeindruckt. Die Geschichte ist spannend, emotional und vor allem die Protagonistin bleibt einem im Gedächtnis. Für mich ist es ein Buch über Gewalt, Angst und Hilflosigkeit, aber gleichzeitig auch über Mut, Hoffnung und den unbedingten Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Gerade weil die Protagonistin so glaubwürdig beschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen und habe bis zum Ende mit ihr mitgefiebert. Eine erschütternde, spannende und absolut mitreißende Geschichte, die noch lange nach dem Lesen nachwirkt.

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