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Beschreibung zu „Effi Briest“

Über Theodor Fontane

Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin geboren, er starb 1898 in Berlin. Nach einer Ausbildung zum Apotheker wandte er sich dem Schreiben zu. Er gilt als bedeutendster deutscher Autor des poetischen Realismus.

Verlag:

FISCHER E-Books

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 290

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

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4 Kommentare zu „Effi Briest“

Waltraud – 30.11.2018
Das Buch habe ich nach 60 Jahren jetzt noch einmal gelesen, obwohl es in meinem Besitz ist !!!

El Classic Fontanos

Effi Briest ist ein großartiges Werk von zeitloser Tiefe. Theodor Fontane gelingt es, die Zwänge und inneren Nöte selbst jener Frauen sichtbar zu machen, die äußerlich zu den Privilegierten ihrer Zeit gehören. Gerade diese scheinbare Sicherheit entlarvt die Enge der gesellschaftlichen Ordnung umso eindrücklicher. An Effis Lebensweg wird deutlich, wie vollständig ihr Dasein – ihr Alltag, ihre Beziehungen, ihre Entscheidungen und letztlich ihr Lebensende – durch männliche Perspektiven, Erwartungen und soziale Konventionen fremdbestimmt ist. Effi wird weniger als eigenständiges Subjekt wahrgenommen denn als Projektionsfläche gesellschaftlicher Moral, ehelicher Pflichten und patriarchaler Ehrbegriffe. Fontane beschreibt diese Lebenssituation mit großer Feinheit und psychologischer Genauigkeit. Ohne moralische Zuspitzung zeigt er, wie leise, aber unerbittlich sich ein Leben verengt, bis kein Ausweg mehr bleibt. Effis tragisches Ende wirkt nicht spektakulär, sondern beinahe folgerichtig – gerade darin liegt seine Erschütterung. Effi Briest ist ein Meisterwerk der Literatur, weil es nicht anklagt, sondern sichtbar macht: die Kälte der gesellschaftlichen Ordnung, die Sprachlosigkeit weiblicher Existenz und die zerstörerische Macht fremder Maßstäbe über ein empfindsames, suchendes Leben.

Ich musste es vor 20 Jahren in der Schule lesen und es war das langweiligste Buch das ich je gelesen habe. Es passiert nichts außer endlosen Spaziergängen und belanglosen Gesprächen. Die Protagonistin ist passiv, naiv und macht keine nennenswerte Entwicklung durch. Selbst ein Duell auf Leben und Tod ist nüchtern in einem Satz abgehandelt. Danach geht’s wieder mit dem gesellschaftlichen Alltag und höfischen Förmlichkeiten weiter. Es mag sein dass dieses Buch gesellschaftskritische Bedeutung hat, aber ohne erzählerische Spannung, Emotionen, Dramatik bleibt es für mich ein seelenloses Werk.

Lesen. Hören. Bücher erleben.

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