Effi Briest

Roman


  Serie

Theodor Fontane

19. - 20. Jahrhundert

11 Bewertungen
4.18182

Entdecke diesen und 500.000 weitere Titel mit der Flatrate von Skoobe. Ab 12,99 € im Monat.

Beschreibung zu „Effi Briest“

Über Theodor Fontane

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 im märkischen Neuruppin geboren. Nach vierjähriger Lehre arbeitete er in verschiedenen Städten als Apothekergehilfe und erwarb 1847 die Zulassung als »Apotheker erster Klasse«. 1849 gab er den Beruf auf, etablierte sich als Journalist und freier Schriftsteller und heiratete 1850 Emilie Rouanet-Kummer. 1855 bis Anfang 1858 hielt er sich in London auf, u. a. als »Presseagent« des preußischen Gesandten. Zwischen 1862 und 1882 kamen die »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« heraus. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Kriegsberichterstatter und Reiseschriftsteller war Fontane zwei Jahrzehnte Theaterkritiker der »Vossischen Zeitung«. In seinem 60. Lebensjahr trat er als Romancier an die Öffentlichkeit. Dem ersten Roman »Vor dem Sturm« (1878) folgten in kurzen Abständen seine berühmt gewordenen Romane und Erzählungen sowie die beiden Erinnerungsbücher »Meine Kinderjahre« und »Von Zwanzig bis Dreißig«. Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Verlag:

FISCHER E-Books

Veröffentlicht:

2011

Druckseiten:

ca. 290

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook

Barrierefreiheitsinformationen

entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1

navigierbares Inhaltsverzeichnis

logische Lesereihenfolge eingehalten

Barrierefreiheitsrisiko

Keine bekannten Gefahren oder Warnhinweise

4 Kommentare zu „Effi Briest“

Waltraud – 30.11.2018
Das Buch habe ich nach 60 Jahren jetzt noch einmal gelesen, obwohl es in meinem Besitz ist !!!

El Classic Fontanos

Effi Briest ist ein großartiges Werk von zeitloser Tiefe. Theodor Fontane gelingt es, die Zwänge und inneren Nöte selbst jener Frauen sichtbar zu machen, die äußerlich zu den Privilegierten ihrer Zeit gehören. Gerade diese scheinbare Sicherheit entlarvt die Enge der gesellschaftlichen Ordnung umso eindrücklicher. An Effis Lebensweg wird deutlich, wie vollständig ihr Dasein – ihr Alltag, ihre Beziehungen, ihre Entscheidungen und letztlich ihr Lebensende – durch männliche Perspektiven, Erwartungen und soziale Konventionen fremdbestimmt ist. Effi wird weniger als eigenständiges Subjekt wahrgenommen denn als Projektionsfläche gesellschaftlicher Moral, ehelicher Pflichten und patriarchaler Ehrbegriffe. Fontane beschreibt diese Lebenssituation mit großer Feinheit und psychologischer Genauigkeit. Ohne moralische Zuspitzung zeigt er, wie leise, aber unerbittlich sich ein Leben verengt, bis kein Ausweg mehr bleibt. Effis tragisches Ende wirkt nicht spektakulär, sondern beinahe folgerichtig – gerade darin liegt seine Erschütterung. Effi Briest ist ein Meisterwerk der Literatur, weil es nicht anklagt, sondern sichtbar macht: die Kälte der gesellschaftlichen Ordnung, die Sprachlosigkeit weiblicher Existenz und die zerstörerische Macht fremder Maßstäbe über ein empfindsames, suchendes Leben.

Ich musste es vor 20 Jahren in der Schule lesen und es war das langweiligste Buch das ich je gelesen habe. Es passiert nichts außer endlosen Spaziergängen und belanglosen Gesprächen. Die Protagonistin ist passiv, naiv und macht keine nennenswerte Entwicklung durch. Selbst ein Duell auf Leben und Tod ist nüchtern in einem Satz abgehandelt. Danach geht’s wieder mit dem gesellschaftlichen Alltag und höfischen Förmlichkeiten weiter. Es mag sein dass dieses Buch gesellschaftskritische Bedeutung hat, aber ohne erzählerische Spannung, Emotionen, Dramatik bleibt es für mich ein seelenloses Werk.

Lesen. Hören. Bücher erleben.

Jetzt kostenlos testen