Stieg Larsson

Die Millenium-Trilogie um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist machte Stieg Larsson weltberühmt. Doch der Schwede, der 2004 starb, schrieb nicht nur Krimis, sondern war auch Experte auf dem Gebiet des Rechtsextremismus.

Karl Stig-Erland Larsson wurde am 15. August 1954 in Skelleftehamn/Schweden geboren. Seinen Namen änderte er später in Stieg Larsson, um nicht mit dem schwedischen Autor und Regisseur Stig Larsson verwechselt zu werden.
Die ersten Jahre wuchs Larsson bei seinen Großeltern auf dem Land auf, bevor er wieder zu seinen Eltern zog. Seine ersten Schreibversuche machte er im Bereich Science-Fiction. Larsson war Mitherausgeber verschiedener Science-Fiction Magazine sowie Präsident des größten schwedischen Science-Fiction Fanclubs. Später arbeitete er für verschiedene Zeitungen und Agenturen, unter anderem als Fotograf und Grafikdesigner.
Stieg Larsson engagierte sich politisch und galt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Rechtsextremismus. Er befasste sich intensiv mit dem Thema und schrieb neben Artikeln für die Wochenzeitschrift Internationalen zusammen mit Anna-Lena Lodenius 1991 das Buch Extremhögern, in dem es um Rechtsradikalismus in Schweden geht. Ab 1995 war er Herausgeber der antifaschistischen Zeitschrift Expo.
Die Millenium-Trilogie war ursprünglich als Reihe mit zehn Bänden angelegt. Durch Larssons Tod blieb es zunächst bei den drei bis dahin fertiggestellten Titeln, die nach seinem Tod veröffentlicht wurden. Larsson wurde posthum mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Skandinavischen Krimipreis.
Stieg Larsson starb am 9. November 2004 in Stockholm an den Folgen eines Herzinfarkts. Nach seinem Tod begann ein Erbschaftsstreit zwischen seinem Bruder und seinem Vater als Erben und seiner langjährigen Lebensgefährtin. Ein bereits von Larsson begonnener vierter Roman der Millieniumreihe existiert, wurde allerdings auf Grund des Streits nicht von einem anderen Autor beendet und veröffentlicht. Im August 2015 erschien ein vierter Teil der Reihe, der jedoch nicht auf dem bereits begonnenen Manuskript basiert, sondern komplett von dem Autor David Lagercrantz verfasst wurde. Larssons Erben sowie sein Verlag hatten ihn als Autor des vierten Teils ausgewählt.

Werke:

Verblendung (2005, posthum)
Verdammnis (2006, posthum)
Vergebung (2007, posthum)

Über Stieg Larsson:
Kurdo Baski: Mein Freund Stieg Larsson (2010)

Nach Stieg Larsson:
David Lagercrantz: Verschwörung (2015)

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