Gegen den Hass

Carolin Emcke Dr. Carolin Emcke

Ethische Themen & Debatten Black Lives Matter – Gemeinsam Gegen Rassismus Lieblingsbücher von Skoobista Kerstin

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Beschreibung zu „Gegen den Hass“

Carolin Emcke, eine der wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart, äußert sich in ihrem engagierten Essay ›Gegen den Hass‹ zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Diesem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, setzt Carolin Emcke ein Lob des Vielstimmigen, des »Unreinen« entgegen — weil so die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.
Für alle, die überzeugende Argumente und Denkanstöße suchen, um eine humanistische Haltung und eine offene Gesellschaft zu verteidigen.

Verlag:

FISCHER E-Books

Veröffentlicht:

2016

Druckseiten:

ca. 136

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


2 Kommentare zu „Gegen den Hass“

micazi – 27.07.2020
Differenzierung, Pluralität, Unreinheit - Gegenbegriffe zu den vereinfachenden, auf Reinheit abzielenden, Hass erzeugenden Abgrenzungsideologien. Sehr interessante Ansätze der Erklärung und Gegenwehr, gerichtet nicht nur an die Hassprediger, sondern auch an die, die sich ihnen gegenüber sehen.

Egon Olsen – 04.09.2020
In dem kompliziert geschriebenen Essay findet sich viel Richtiges, Selbstverständliches, dem kann man nur zustimmen. Das gilt vor allem für viele Probleme in den USA. Was mir nicht gefällt, ist das in eine bestimmte Richtung verschobene moralische Koordinatensystem. Die Besorgtheit um die eigene Heimat und Lebensweise, die viele Menschen bei uns empfinden, wird als verdeckter Hass gedeutet. Das ist eine sehr einfache Interpretation, die viele Menschen vor den Kopf stoßen wird. Wenn ich sehe, wie oft heute der öffentliche Raum bei uns durch aggressive Fremde dominiert wird, erscheint mir die Besorgtheit vieler ganz normaler Menschen einfach ehrlich, ganz ohne Hass. Mehr Geduld hat die Autorin für den möglichen Hass auf muslimischer Seite. Der wird reserviert für die Hassprediger vom IS. Ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach ist. Was ist mit der durch viel Quellen belegten Indoktrination in den Koranschulen und der kulturell-religiösen Gewalt gegen Frauen? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

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