Die Umkehr der Meridian

Raumfahrterzählung aus dem Jahre 2232

Carlos Rasch

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Beschreibung zu „Die Umkehr der Meridian“

Die Meridian war ausgeschickt worden, jene geheimnisvolle Kometenwolke aufzuspüren, die weit entfernt die Sonne umkreiste. Diese Kometenwolke war das letzte Hindernis für einen Ausbruch mit den neuen, lichtschnellen Photonenschiffen aus dem solaren Sonnensystem.
Als aber die Meridian umkehren wollte, traten Ereignisse ein, die den Rückflug in Frage stellten. Schuld daran war nicht so sehr die Kometenwolke als vielmehr jene unvermutet auftretende fremde Strahlung, die von einer Zone im Bereich der Sonne Tau-Ceti ausging.
Das Buch knüpft an einige ungelöste Fragen aus „Der Untergang der Astronautic“ und „Asteroidenjäger“ an.
Eine spannende Science-Fiction-Erzählung aus dem Jahre 1969 in ungekürzter Originalfassung.

LESEPROBE:
Suko Susako erstarrte. Bezweifelte der Kommandant, dass er die Prüfliste durchexerziert hatte? Es wäre das erste Mal. Dieses Misstrauen stürzte ihn in eine bodenlose Tiefe. „Die Messgeräte haben vorhin noch keinen Defekt angezeigt. Es war alles in Ordnung“, schwor er entsetzt. „Ja, ja, alles in Ordnung ... Oh, du meine Güte ... Wo ist die Erde? Nur alles schwarz ..., nur alles dunkel ... Der große Abgrund!“, stammelte er und hob die Hände vors Gesicht.
No Lybia stand plötzlich neben ihm. Dieser Angstausbruch war ihr unverständlich. Das bisschen Raumfurcht und Erdweh, das er bis jetzt gezeigt hatte, war sozusagen normal. „Es ist bestimmt nur ein kleiner Defekt", sagte sie. „Der Schaden wird bald gefunden und behoben sein.“ Dabei drückte sie ihm unmerklich eine kleine Haftampulle mit einem Beruhigungsmittel auf die Haut des Nackens. Das Medikament würde innerhalb weniger Minuten selbstständig durch die Ampullenwandung über die Haut in die Blutbahn übertreten und schnell zu wirken beginnen.
Noch zitterte Suko Susako am ganzen Leibe. Auch No Lybia war der Schreck in die Glieder gefahren, als der Antrieb ausgesetzt hatte. Aber was half es, die kühle Überlegung zu verlieren.
„Bald, bald!“, äffte sie der Ingenieur, noch heftig erregt, nach. „Wann ist bald? Soll ich dir sagen, was sein wird, wenn die Hauptdüse nicht mehr zünden sollte?“ Er lachte höhnisch. „Bald wirst du es selbst merken. Lächerlich, ein kleiner Defekt ... Aus ist es dann mit uns!“
„Hör auf, Su-Su!“, sagte Tete Thysenow.
Aber der Japaner lieg sich nicht unterbrechen. „Wisst ihr, was dieser ,kleine' Defekt bedeuten kann?“, schrie er. Er gab gleich selbst die Antwort, jedes Wort extra betonend: „Wir - können - nicht - umkehren!“

Verlag:

EDITION digital

Veröffentlicht:

2015

Druckseiten:

ca. 117

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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