Satans tötende Faust

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Jan Flieger

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Beschreibung zu „Satans tötende Faust“

Die vielen kleinen und großen Betrügereien, die nach der Wende im Osten geschehen, die lassen die Wut in Horst Horstmann hochkochen. Aber Horstmann ist nicht einfach nur ein Bürger, sondern Horstmann war auch ein NVA-Elitesoldat, ein Fallschirmjäger, der gelernt hat, lautlos zu töten.
Seine Wut steigt und steigt und dann fasst Horstmann einen tödlichen Plan der Rache. Aus Horstmann wird „Satans tödliche Faust“ …

LESEPROBE:
„Jetzt ist es aus mit den Miezen!“, höhnte Horstmann.
„Was für Miezen?“, zischte Streibele durch die Zähne.
„Du weißt es genau“, erwiderte Horstmann gelassen. Eine kalte Ruhe erfüllte ihn.
„Sie sind wahnsinnig“, schnaubte Streibele. Er wich ein paar Schritte in die Mitte des Zimmers zurück.
„Das kann sein“, knurrte Horstmann und hielt die Mündung der Waffe auf Streibeles Stirn. „Du weißt doch, Wahnsinnige sind unberechenbar.“
Streibeles Augen wurden noch schmaler. „Verdufte“, riet er. „Das ist deine einzige Chance. Verkriech dich wie eine Maus! Du hast nichts in der Hand gegen mich! Hau ab und gib auf, sonst wirst du gejagt, egal wo du bist. Und du wirst nicht einmal wissen, wer hinter dir her ist!“ Streibele lachte höhnisch auf.
Und genau da geschah es: Streibele sprang Horstmann an und umklammerte seinen Hals, sodass die Waffe polternd auf den Boden fiel. Keuchend wälzten sie sich auf dem Teppich, bis es Horstmann gelang, sich aus der Umklammerung Streibeles zu lösen und nach seiner Waffe zu greifen.
Streibele sprang blitzschnell auf, stürzte zum Schreibtisch, riss eine Schublade auf und wirbelte herum.
Doch Horstmann war schneller. Er hatte bereits sorgfältig gezielt und schoss. Ungläubig sah Streibele auf die Waffe, die er in seiner Hand hielt, dann ließ er sie fallen und presste die Hände auf die Brust, während er langsam in den Knien einknickte. Dann stürzte er nach vorn.
In der eintretenden Stille vernahm Horstmann plötzlich das Klingeln des Telefons. Er erschrak, denn er wusste nicht, wie lange es schon läutete. Der Ton drang in sein Hirn und breitete sich dort aus, ohne dass er fähig war nachzudenken.
Ich muss hier schnellstens weg! Sein Verstand setzte wieder ein und er hastete die Treppe hinunter.
Vor dem Haus trat er in eine Pfütze. Ein Auto jagte an ihm vorbei, Dreckspritzer trafen ihn ins Gesicht.
Wind und Regen hatten noch zugenommen, als er, sich vorsichtig umschauend, zu seinem Auto eilte.

Über Jan Flieger

Jan Flieger, geboren 1941 in Berlin. Diplom-Wirtschaftsingenieur. War einer der erfolgreichsten Krimiautoren der DDR.
Theodor-Körner-Preis.
Lebt in Leipzig. Schreibt Krimis, Thriller, Kinderbücher. Übersetzung ins Chinesische, Niederländische, Russische, Tschechische und Dänische.
Zwei Krimis erschienen vor der Wende bei S. Fischer. Sein Krimi „Tatort Teufelsauge“ war ab 2006 nach der Übersetzung ins Englische durch Professor Mark Webber Lehrstoff an der Universität Toronto im Kurs „Deutsche Kriminalliteratur“.
Sein Krimi „Der Sog“ wurde 1988 verfilmt und als „Alles umsonst“ nach der Wende mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt, zuletzt 2009.
Im Jahr 2010 erschienen seine besten schwarzhumorigen Kriminalgeschichten „Dunkel ist der Weg der Rache“.
Ab Mai 2012 ist sein fesselnder Norwegen-Krimi „Auf den Schwingen der Hölle“ im Buchhandel, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie. Ein Buch mit einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale.
Nach aufwendigen Recherchen in Tokyo entstand sein Thriller „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“, der zur Buchmesse 2013 in Leipzig als ein Vorzeige-Krimi des fhl Verlages Leipzig erscheint.
Teilnahme am 2. Berliner Krimimarathon 2011.
Bibliografie:
Kinderbücher
Flucht über die Anden, Kinderbuchverlag Berlin, 1981
Das Glücksschwein und andere Taschengeldgeschichten, Schneiderbuch, 1999
Der Kommissar in der Regentonne und andere Detektivgeschichten, Arena Verlag 1999
Ein Fall für die Feriendetektive
Ein Fall für die Superspürnasen, Arena, 2001
Elf Kicker im Fußballfieber, Arena Verlag, 2002
Mutgeschichten, Arena Verlag, 2000
Der vertauschte Mittelstürmer und andere Fußballgeschichten, Arena 1998
Das Labyrinth in den Klippen, Schneiderbuch, 1999
Die Ruine der Raben, Arena Verlag, 1999
Flucht aus Montecastello, Schneiderbuch, 2000
Das Labyrinth in den Klippen, Schneiderbuch, 1999
Gefährlicher Vollmond, Arena Verlag, 2002
• Abenteuerland
Verfolgung durch die grüne Hölle, Arena Verlag, 2000
Schatzsuche auf der Totenkopfinsel, Arena Verlag, 2000
Das Grab des Pharaos, Arena Verlag, 2001
Duell mit dem Tyrannosaurus, Arena Verlag, 2001
Krimis
Der Sog. Kriminalroman, Mitteldeutscher Verlag, 1985 (BRD-Titel: "Ein tödliches Ultimatum")
Tatort Teufelsauge, Mitteldeutscher Verlag, 1986
Die Hölle hat keine Hintertür, Mitteldeutscher Verlag, 1987
Neuntöter, Das Neue Berlin, 1987 (Blaulicht Nr. 259)
Eine Stadt sucht einen Mörder, Militärverlag der DDR, 1987
Der graue Mann, Mitteldeutscher Verlag, 1988
Der Tod kam in der Mittsommernacht, Militärverlag der DDR, 1988
Ein tödliches Ultimatum, Fischer, 1993 (DDR-Titel: Der Sog)
Satans tötende Faust, Eulenspiegel Verlag, 1995
Im Höllenfeuer stirbt man langsam, Das Neue Berlin, 1997
Dunkel ist der Weg der Rache. Schwarzhumorige Kriminalgeschichten, Dr. Ziethen Verlag, 2010
Auf den Schwingen der Hölle. Ein Norwegen-Krimi, Fhl Verlag Leipzig, 2012
Sonstiges
Polterabend, Mitteldeutscher Verlag, 1981
Die ungewöhnliche Brautfahrt und andere Geschichten, Mitteldeutscher Verlag, 1983
Das Tal der Hornissen, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1985
Die Stunde des Kondors, Militärverlag der DDR, 1985
Die Nacht der Schnee-Eule, Militärverlag der DDR, 1986
Sternschnuppen fängt man nicht, Militärverlag der DDR, 1987
Wo blüht denn blauer Mohn, Militärverlag der DDR, 1987
Geschichten in Schulbüchern verschiedener Länder (Frankreich, Schweden, Norwegen)
Geschichten in christlichen Anthologien (Marienkalender)
Alles umsonst (Fernsehfilm, 1988)


Verlag:

EDITION digital

Veröffentlicht:

2015

Druckseiten:

ca. 124

Sprache:

Deutsch

Medientyp:

eBook


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1 Kommentar zu „Satans tötende Faust“

bellablacki – 19.08.2015

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